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Tosender Applaus für Akteure der „TEN SING“-Bühnenshow „Der Kleiderschrank ein Dixiklo?“


Sittensen 06 Jun. 2011
 
tensing-premiere

Samstagabend, 19 Uhr, in der vollbesetzten Aula des Ludwig-Otto-Ehlers-Hauses: Mehrere hundert Augenpaare schauen erwartungsvoll. Die Lichter erlöschen, Scheinwerfer richten sich auf den Eingang. Über 40 Jugendliche strömen nacheinander herein und werden namentlich vorgestellt. Es sind die Protagonisten der Bühnenshow „Der Kleiderschrank ein Dixiklo?“, dargeboten von der „TEN SING“-Gruppe der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Sittensen. Bilanz nach zwei Stunden: Tosender Applaus, laute Pfiffe und Zugabe-Rufe.
 
Eine Premiere, wie sie besser nicht sein kann. Die Mischung aus amüsantem Drama, fetzigen Tanzeinlagen, fröhlichem und mitreißendem Gesang mit Coverversionen von bekannten Rock- und Pop-Hits, vorgetragen sowohl im Chor als auch solistisch, eine klasse aufspielende Band sowie technisch gekonnt eingesetzte Lichtelemente haben sich bewährt. Obwohl es durch die sommerlichen Temperaturen oben in der Aula stickig und warm war, ließ sich das Publikum schnell zum Mitklatschen und später auch Mittanzen animieren. Als Moderatoren fungierten Nina und Jan-Luca. Das gelungene Bühnenbild ließ schnell eine Baustelle als Schauplatz erahnen. Die gilt allgemein als Männerdomäne. Nicht so in „Jancordiana“, wo es eine Frauenbaustelle gibt. Dort herrscht ein Thema vor: „Männer“. Und mit Paul von der Pommesbude „Gedankengut“ begegnet ihnen jeden Tag „geballte Männlichkeit“. Sein entblößter Oberkörper regt die Damen zu manch schmachtenden Fantasien an. Während Paul mit dem „Chef vom Dienst“ und einem Zeitungsreporter bei Hochprozentigem über die Beziehung zwischen Mann und Frau fabuliert, tun die Damen Selbiges bei kühlem „Prickelwasser“. Unter den Arbeiterinnen geht’s hitzig zu. Cindy findet alles „Bang“ und „faszinierend“, eine Kollegin verliert ihr Handy, so dass kurzerhand Beton mit Silvesterknallern aufgesprengt wird und eine mittelschwere Explosion auf der Baustelle verursacht. „Das haut den Lack von den Nägeln“, konstatiert der Chef lakonisch.
 
Am Ende ließen es sich die „TEN-SINGer“ nicht nehmen, den „Master of Desaster“, die Diakone Claudia Meyer und Dieter Wiemann, mit frenetischem Beifall zu danken. Sie waren nämlich die Ideengeber des Projekts. Das geht nun in die nächste Runde. Am Pfingstmontag um 18 Uhr findet ein Treffen im Gemeindehaus statt. Wer Lust hat, mitzumachen, kann gern dazu kommen. (hm)



 
 

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