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Donnerstag, 01.12.2022

Fachkraft für Mediathek der KGS: Samtgemeinderat erwartet "schlüssiges" Konzept

Die KGS Sittensen wünscht sich eine Fachkraft für die neu geschaffene Mediathek und hat einen entsprechenden Antrag an den Samtgemeinderat gerichtet, der sich jetzt einmütig dafür aussprach, dass zunächst ein „schlüssiges" Konzept zur medialen Ausstattung vorgelegt werden soll. Danach können die notwendigen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Schulausschuss und Schule sollen das Konzept gemeinsam erarbeiten.

Der Samtgemeindeausschuss habe sich lange mit dem Thema beschäftigt, ließ Samtgemeindebürgermeister Stefan Tiemann wissen. „Bevor wir einen Beschluss fassen, müssen wir genau wissen, wohin wir wollen. Wenn das feststeht, werden auch Mittel bereitgestellt. Da sind wir uns einig." Im Schulausschuss hingegen war das Thema noch kontrovers diskutiert worden. Darauf ging Vorsitzender Klaus Huhn (SPD) nochmals ein. Denn: Im Haushalt 2017 waren zunächst keine finanziellen Mittel für die Ausstattung der Mediathek berücksichtigt.

„Wir sind selbstverständlich davon ausgegangen, dass diese in den Einrichtungskosten des Neubaus enthalten sind. Daneben sind auch noch die Personalkosten zu stemmen, und zwar allein von der Samtgemeinde. Von möglichen Zusagen einer Personaleinstellung des Samtgemeindebürgermeisters gegenüber der Schulleitung war uns nichts bekannt", führte Huhn aus. 5.000 Euro sind inzwischen nach der Empfehlung des Schulausschusses für die Einrichtung eines PC-Arbeitsplatzes und die Anschaffung von Soft- und Hardware im Etat eingestellt.

Huhn wies darauf hin, dass der Finanzausschuss den Haushalt 2017 nur durch Streichungen habe ausgleichen können. Dadurch sei vorerst eine Anhebung der Samtgemeindeumlage vermieden worden. „In 2017 ist auf jeden Fall ein Nachtragshaushalt erforderlich, zumal wir mit Befremden feststellen mussten, dass es erheblich an Krippenplätzen mangelt und daher zeitnah räumliche Kapazitäten zu schaffen und Erzieherinnen einzustellen sind", so der Sozialdemokrat.

Sowohl er als auch der Sprecher der Ratsmehrheitsgruppe aus SPD, WFB und Grünen, Herbert Osterloh, stellten die Notwendigkeit einer Bibliothek mit entsprechender Fachkraft für die KGS heraus: „Das ist inzwischen eine Selbstverständlichkeit, insbesondere für eine Oberstufe. Wir haben uns ja auch für einen hohen Standard als Qualitätsmerkmal verschrieben."

Diedrich Höyns (SPD) plädierte für eine grundsätzliche Änderung der Herangehensweise an solche Vorhaben. „Wir brauchen immer einen strukturierten Plan, um strategisch durchdacht damit umgehen zu können. An gewissen Stellen müssen wir einfach neu denken." Gerhard Grimm (WFB) plädierte gegen einen Nachtragshaushalt: „Wir sollten ehrlich sein, dass wir das Geld für die Ausstattung der Bibliothek mit Personal und Medien nach heutiger Planung nicht haben und daher eine Erhöhung der Samtgemeinde-Umlage beschließen."

CDU-Fraktionsvorsitzender Dirk Detjen (CDU) riet davon ab: „Es steht überhaupt noch keine Summe fest. So müssten wir über die Höhe der Umlage ins Blaue entscheiden." Dem schloss sich das Gremium an und befürwortete einhellig die Erarbeitung eines detaillierten Konzeptes durch Schulausschuss und KGS. Die entstehenden Kosten sollen über einen Nachtragshaushalt geregelt werden. (hm)

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