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Freitag, 07.10.2022

Abwasserkonzept: Anschluss an zentrale Kläranlage - Zweiter Bauabschnitt in Kalbe startet 2017

Mit dem Anschluss des zweiten Bauabschnittes der Gemeinde Kalbe an die zentrale Kläranlage in Sittensen, der im nächsten Jahr ausgeführt werden soll, gelingt es der Samtgemeinde Sittensen, das 2004 für die Mitgliedsgemeinden beschlossene Abwasserkonzept erfolgreich und termingerecht – 31. Dezember 2017 - umzusetzen. „Damit haben wir unser Ziel erreicht und sind auch so etwas wie ein Vorreiter für andere Gemeinden. Die Niederdruckrohrentwässerung verursacht zwar hohe Kosten, was sich aber auszahlt", konstatierte denn auch der Vorsitzende des Ausschusses für Abwasserbeseitigung und Umweltschutz, Diedrich Höyns, in der jüngsten Sitzung zufrieden. Das Gremium ließ sich von Diplom-Ingenieur Dieter Tschentscher vom Ingenieurbüro Galla und Partner über die Ausbauplanung informieren.

Bereits 2007 wurde der erste Abschnitt von Kalbe an das Trennsystem angeschlossen. Im kommenden Jahr folgt der zweite – wiederum mittels Kleinpumpwerken und Druckrohrleitungen. Bei der Verlegung der Leitungen kommt zum größten Teil das Horizontalbohrverfahren zum Einsatz. In bewährter Weise sollen wieder zwei bis drei Grundstücke an ein Pumpwerk, das auch eine Stromversorgung bekommt, angeschlossen werden. Die Detailplanung sieht Tschentscher zufolge vor, im Januar die Ausschreibungen und bis Mitte März die Vergabe vorzunehmen. Die Ausführung soll von April bis August vonstatten gehen.

Nach der betriebsbereiten Herstellung haben die Grundstückseigentümer, die über die Baumaßnahme informiert sind, zwei Monate Zeit für den Umschluss. Der Planer bezifferte die Gesamtkosten auf rund 1,1 Millionen Euro. Auf die Frage, ob das bestehende Abwassernetz die zusätzliche Einleitung durch den zweiten Abschnitt von Kalbe bewältigen könne, erklärte er, dass rein rechnerisch die Kleinpumpwerke ausreichten. Bauamtsleiter Bernhard Goldmann wies auf Knackpunkte im Bereich des Ostetals hin, insbesondere bei Starkregenereignissen.

„Um eine Entlastung im Ortsnetz zu schaffen, müssen wir 2017 die Planung anschieben, ab der Ecke Johannesruh das Abwasser direkt zur Kläranlage zu pumpen", bedeutete Bauamtsleiter Bernhard Goldmann. Für die Direktanbindung der Gemeinden Kalbe und Tiste wurde ein Ansatz von 100.000 Euro im Haushalt veranschlagt.

Goldmann wies auch darauf hin, dass eine langfristige Lösung für die Klärschlammentsorgung gefunden werden müsse. „Wir wissen nicht, wie sich die Gesetzgebung für eine landwirtschaftliche Verwertung entwickelt. Da stellt sich die Frage, wer holt dann den Schlamm noch ab?" Insofern kam das Gremium überein, Planungskosten in Höhe von 100.000 Euro in den Haushalt einzustellen.

In Bereichen des Abwassernetzes in der Samtgemeinde tauchen Probleme mit Geruchsbelästigungen auf. Das ist vor allem dort der Fall, wo das geschlossene System in den Freigefällekanal übergeht. Die Samtgemeinde will nun probeweise eine Anlage dort einsetzen, wo die Probleme bestehen. Dann können auch die Parameter ermittelt werden, die Gerüche auslösen. Mit einer Anlage dieser Art habe man in Bispingen bereits gute Erfahrungen gemacht, ließ Goldmann wissen. (hm)

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