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Montag, 26.09.2022

Kreisbrandmeister-Dienstversammlung: Einsatzgeschehen leicht rückläufig – Ehrung für Abschnittsleiter Peter Dettmer und Kreispressesprecher Oliver Hein

Zur jährlichen Dienstversammlung hatte Kreisbrandmeister Jürgen Lemmermann gestern in den Elsdorfer Hof eingeladen. Insgesamt waren Abordnungen von 144 Feuerwehren aus dem gesamten Kreisgebiet dabei. Auch zahlreiche Gäste nahmen teil, darunter Dezernatsleiterin Heike von Ostrowski, Zevens Samtgemeindebürgermeister Jürgen Husemann, der Vorsitzende des Feuerschutzausschusses, Klaus Mangels, Regierungsbrandmeister Dieter Ruschenbusch, Polizeidirektor Burkhard Klein sowie weitere Ehrengäste aus Feuerwehrkreisen. Lemmermann blickte auf das leicht rückläufige Einsatzgeschehen zurück.

Im Bereich der Brandeinsätze reichte das Portfolio von Schornstein- über Wohn- und Wirtschaftsgebäude-, Stall- und Reetdachhäuserbränden bis hin zu in Brand geratenen Landmaschinen und Fahrzeugen. Insgesamt mussten die Feuerwehren zu 405 Einsätzen ausrücken, im Vorjahr waren es 418. Als „Technische Hilfeleistungen" galten Verkehrsunfälle, eingeklemmte Personen, Bahnunfälle, Flugzeugabstürze, Türöffnungen, Gefahrgutunfälle und auch Unwetter mit Sturm- und Wasserschäden. Die Bandbreite war auch hier sehr hoch, mit teilweise tragischen Szenen, bis hin zur Rettung einer festgefrorenen Ente. Es gab 481 Alarmierungen, im Vorjahr 871, demnach deutlich weniger, was aber im Wesentlichen daran lag, dass die Unwetter im Berichtsjahr nur punktuell ihr Unwesen trieben. Bei den insgesamt 886 Einsätzen waren 13.589 ehrenamtliche Helfer im Einsatz.

Im Landkreis versehen derzeit 6.191 Feuerwehrfrauen und –männer in 151 Ortsfeuerwehren ihren Dienst. Hinzu kommen 49 Jugendfeuerwehren mit 791 Mitgliedern und elf Kinderfeuerwehren mit 133 Mitgliedern. Der Trend an aufzulösenden oder zusammenzulegenden Feuerwehren sei gestoppt worden, die Mitgliederzahlen und –strukturen wiesen auf eine zukunftsfähige Feuerwehr hin, so Lemmermann. Das zurückliegende Jahr war auch von Wettbewerben geprägt. So fanden im September in Klein Meckelsen die Regionalentscheide mit über 70 teilnehmenden Gruppen aus mehreren Landkreisen statt. Die Organisation war vorbildlich, die Veranstaltung lief reibungslos ab

Die leistungsstarken Mannschaften aus Klein und Groß Meckelsen verpassten allerdings die Qualifikation für die im nächsten Jahr stattfindenden Landesentscheide, hier werden die Ortsfeuerwehren Kalbe und Volkensen den Landkreis vertreten. Die Landesentscheide werden am 10. September 2017 ebenfalls von der Feuerwehr Klein Meckelsen in bewährter Form ausgerichtet.

Zum Thema Digitalfunk erklärte Lemmermann, dass man mit leichter zeitlicher Verzögerung auf der Zielgeraden sei. Bei der Umrüstung habe es keine nennenswerten Reibungsverluste gegeben. Bei den in den Vorjahren kritisierten Zuteilungsquoten im Lehrgangswesen konnte er mit Blick auf die Zukunft Positives berichten: Von der Niedersächsischen Akademie für den Brand- und Katastrophenschutz wurden fast 70 Prozent der angeforderten Lehrgänge zugewiesen. Der Bedarf an Zugführerlehrgängen wurde sogar zu 100 Prozent gedeckt. Auf Kreisebene konnten aus Kapazitätsgründen knapp 48 Prozent der Bedarfe mit Lehrgangsplätzen gedeckt werden.

Dem Kreisbrandmeister war es eine besondere Ehre, verdiente Kreisausbilder aufgrund ihrer Qualifikation und Dienstzeit mit neuen Dienstgraden auszuzeichnen. So dürfen die Hauptfeuerwehrmänner Florian Pahl und Jupp Klarwasser sich fortan Löschmeister nennen, Hauptfeuerwehrfrau Sonja Heins wurde zur Löschmeisterin befördert. Regierungsbrandmeister Dieter Ruschenbusch war es eine besondere Ehre, die Verleihung von zwei besonderen Auszeichnungen vornehmen zu dürfen: Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Bremervörde, Hans-Jürgen Behnken, wurden Abschnittsleiter Peter Dettmer und Kreispressesprecher Oliver Hein das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber des Deutschen Feuerwehrverbandes verliehen.

Dezernatsleiterin Heike von Ostrowski ließ die Anschaffungen des Jahres Revue passieren. Unter anderem seien zwei moderne Rüstwagen an die Feuerwehren Gnarrenburg und Lauenbrück übergeben worden. Auch im kommenden Jahr seien weitere, große Investitionen sowie eine Modernisierung des Fuhrparks geplant. Auch an der Leitstellentechnik werde gearbeitet, allerdings gäbe es Verzögerungen in der Auslieferung, was aber keinen Einfluss auf die Feuerwehren haben werde.

Johannes Fuhr vertrat die Verkehrswacht Bremervörde-Zeven, die seit vielen Jahren erfolgreich mit der Feuerwehr zusammenarbeitet. Viele Fahrsicherheitstrainings für Feuerwehrleute seien bereits absolviert worden, auch im kommenden Jahr werde das Angebot wieder gerne in Anspruch genommen. Er stellte auch weitere Projekte der Verkehrswacht vor, die sich unter anderem an Fahranfänger und Senioren richte. Gerade für Fahranfänger sei manches Angebot kostenlos, da der Landkreis im Rahmen der Aktion Co-Pilot die Kosten übernehme. Die Organisation hat den „unfallfreien Straßenverkehr" als Leitvision und setzt dazu an mehreren Stellen mit Aktionen und Projekten an.

In den weiteren Berichten führte Kreisfrauensprecherin Sabine Schröder zu Veranstaltungen für Frauen hin und forderte mehr Gelassenheit bei der Integration von Frauen. Eine Minderheit zu sein sei an sich kein Problem – der Umgang miteinander viel entscheidender. Kreispressesprecher Oliver Hein hielt eine Abschiedsrede, da er aus zeitlichen Gründen das Amt niederlegt. Er bedankte sich bei der Kreisfeuerwehrführung und den Feuerwehr-Pressesprechern für die gute Zusammenarbeit und forderte weiterhin dazu auf, die Aufmerksamkeit auf das Engagement der freiwilligen Helfer zu lenken.
Fotos: O. Hein

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