JavaScript ist in Ihrem Browser deaktiviert! Bitte aktivieren Sie JavaScript für Treffpunkt-Sittensen, da die Seite ansonsten nicht korrekt funktioniert.
Sonntag, 03.03.2024

Aufstallungspflicht für Geflügel im gesamten Landkreis

Aufgrund einer verminderten Risikolage hatte der Landkreis die Aufstallungspflicht für Geflügel im gesamten Landkreis im Januar 2015 bis auf die Gebiete um den Bremervörder See, Hepstedter Weiden, Breddorfer Moor, Ekelmoor und Tister Bauernmoor aufgehoben. Damit war die Freilandhaltung des Geflügels in weiten Teilen des Landkreises wieder möglich. Momentan hat sich die Tierseuchensituation jedoch geändert, auch wenn es bisher zu keinem Nachweis im Landkreis gekommen ist. Wegen der aktualisierten Risikobewertung des Friedrich-Löffler-Institutes vom 9. November, die ein hohes Einschleppungsrisiko des Geflügelpestvirus durch Zugvögel sieht, ist die sofortige Aufstallung des gesamten Geflügels im Landkreis notwendig.

Rastplätze für Zugvögel finden sich insbesondere im Tister Bauernmoor, Hepstedter Weiden, Huvenhopsmoor und entlang der Oste, aber auch an vielen anderen Orten im Landkreis. Lediglich in begründeten Einzelfällen sind Ausnahmen von der Aufstallungspflicht, zum Beispiel für Gänsehaltungen, bei denen keine Aufstallungsmöglichkeiten existieren, auf Antrag möglich (kostenpflichtig). Ein entsprechendes Formular kann auf der Internetseite des Landkreises (www.lk-row.de) heruntergeladen werden. Dort finden sich auch allgemeine Informationen zur Geflügelpest.

Zum Hintergrund: Der europaweite Vogelzug in die Winterquartiere ist im vollen Gange. Bereits Ende Oktober (Ungarn) und Anfang November 2016 (Polen) wurde bei Zugvögeln das hochpathogene aviäre Influenzavirus nachgewiesen. In den letzten Tagen kam es sowohl in Schleswig-Holstein (Plöner See) als auch am Bodensee zu zahlreichen Totfunden bei Wildenten und dem Nachweis der Erkrankung bei Zugvögeln an der hochpathogenen Form der aviären Influenza (Subtyp H5N8).

Das Veterinäramt gibt zusätzlich folgende Informationen: • Spaziergänger und Haustiere sollten Kontakt zu toten oder kranken Wildvögeln vermeiden • Tote oder kranke Wildvögel, insbesondere Wassergeflügel (Enten, Gänse oder Schwäne) sind dem Veterinäramt zu melden • Jäger sollten, wenn sie mit Federwild in Berührung gekommen sind, jeglichen Kontakt zu Geflügel vermeiden • Sollte es bei Geflügelhaltungen zu vermehrten Todesfällen kommen, ist das Veterinäramt unverzüglich zu informieren.

Erkrankungen des Menschen mit dem hochpathogenen, aviären Influenzavirus des Subtyps H5N8 wurden bisher nicht nachgewiesen. Hier wird nochmals der Hinweis gegeben, trotzdem Kontakt zu toten oder kranken Wildvögeln zu vermeiden. Erhitzte Geflügelprodukte sind generell hinsichtlich einer Übertragung des Erregers unbedenklich.

powered by webEdition CMS