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Freitag, 07.10.2022

Herbstabschlussübung der Börde-Wehren: Mannschaft und Gerät gefordert - professionell ausgearbeitete Szenarien

In der Samtgemeinde Sittensen wurden jetzt wieder die traditionellen Herbstabschlussübungen durchgeführt. Los ging es in Kalbe, wo in der Dorfstraße eine Scheune brennen sollte und neun Kinder vermisst wurden. Ortsbrandmeister Jan Ehlen alarmierte umgehend die Wehren Wohnste, Freetz und Vierden nach. Die Kalber Brandschützerr legten eine Wasserleitung vom nahe gelegenen Hydranten zum Objekt. Unter Atemschutz begannen sie mit der Menschrettung aus der Scheune. Die Kameraden aus Wohnste gingen mit mehren C-Rohren von der anderen Seite des Objektes in Stellung.

Sie sorgten für ausreichend Licht, damit ein sicheres Arbeiten möglich ist. Die Vierdener Feuerwehr musste eine Wasserversorgung über eine längere Wegstrecke aufbauen, um die Wohnster Fahrzeuge mit Wasser zu versorgen. Die Freetzer Feuerwehrleute stellten ebenfalls eine Wasserversorgung her und gaben Unterstützung bei der Brandbekämpfung und Menschenrettung.

Einen Tag später fand in Tiste die nächste Übung statt. Aus einem leerstehenden Gebäude in Herwigshof drang schon dichter Qualm. Die Feuerwehr Tiste unter Leitung von Ortsbrandmeister Henning Herzig startete sofort die Brandbekämpfung und Menschenrettung. Direkt neben dem Gebäude befand sich eine Zisterne, die aber nicht komplett befüllt war. Somit war schnell klar, dass weitere Feuerwehren her mussten, die daraufhin aus Sittensen, Lengenbostel und Hamersen anrückten. Die beiden Löschfahrzeuge der Sittenser Wehr gingen direkt vor dem Objekt in Stellung und übernahmen unter anderem die Brandbekämpfung und Menschenrettung.

Die Hamerser Feuerwehr stellte eine Wasserversorgung von einem Graben her und versorgte die Tister Kameraden. Mit dem Schlauchwagen aus Sittensen und der Feuerwehr Lengenbostel wurde eine Wasserversorgung von rund 900 Metern zu dem Löschgruppenfahrzeug gelegt. Die Schwierigkeit bestand darin, viel Wasser an die Einsatzstelle zu bekommen, da es in der Nähe nur wenige Wasserentnahmestellen gibt. Damit überhaupt Wasser aus den Gräben gefördert werden konnte, musste einer von ihnen mit Sandsäcken aufgestaut werden.

Schließlich ging es nach Groß Meckelsen. Dort war in der Dorfstraße in einem Werkstattgebäude ein Feuer ausgebrochen. Die fünf Arbeiter flüchteten ins benachbarte Wohnhaus. Dies wurde ihnen zum Verhängnis, denn der Rauch zog direkt ins Haus. Da der Wind besonders ungünstig stand, bestand die Gefahr, dass das Feuer auf den angrenzenden Wald übergriff. Umgehend rückten die Feuerwehren Groß Meckelsen, Klein Meckelsen und Ippensen an.

Unter Leitung des stellvertretenden Ortsbrandmeisters David Jünke wurden die Wehren eingewiesen. Die Klein Meckelser brachten ihr Tanklöschfahrzeug in Stellung, um mit dem Wasserwerfer die Brandbekämpfung durchzuführen. Die Atemschutzgeräteträger gingen vor dem Objekt in Bereitstellung. Sie mussten ins Gebäude, um die Menschenrettung durchzuführen. Eine Person musste sogar über eine Steckleiter vom Dach gerettet werden. Die Ippenser Feuerwehr sorgte für eine Brandbekämpfung im angrenzenden Wald, damit das Feuer nicht übergreifen konnte.

Gemeindebrandmeister Torben Henning zeigte sich zufrieden. "Alle drei Übungen wurden professionell ausgearbeitet. Es gab absolut geeignete Übungsobjekte, an denen der Ernstfall sehr realistisch geübt werden konnte. Mannschaft und Gerät wurden gefordert", so sein Resümee.


Fotos: Alexander Schröder, Pressesprecher der Samtgemeindefeuerwehr Sittensen

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