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Donnerstag, 08.12.2022

Freilichttheater des VfL: Premierenaufführung mit überschaubarer Zuschauerzahl

Zwei Familien auf einer einsamen Hallig in der Nordsee in einem Haus, das nur für eine Familie reserviert ist: Da ist Ärger vorprogrammiert. Welche tiefen Gräben sich auftun, zeigt das Lustspiel „Medewatt" von Johann-Maria Meredig auf, das die Niederdeutsche Bühne des VfL Sittensen in diesem Jahr im Rahmen des Freilichttheaters auf die Waldbühne Königshof bringt. Sonntagabend war Premiere. Die Zuschauerzahl war indes überschaubar, etliche Plätze blieben frei. Vielleicht lag's am unbeständigen Wetter oder an den Unwägbarkeiten beim Anfahrtsweg. Denn: Derzeit wird die Königshofallee saniert. „Wir bekommen hier eine Prachtstraße und das dauert, bis die fertig ist", ließ Speelbaas Gerhard Brunkhorst in seiner Begrüßung verlauten.

Erreichbar ist die Waldbühne über den Alpershausener Weg und den Kaiserweg. Der Parkplatz beim Golfclub Königshof darf von den Theaterbesuchern mit benutzt werden. Mitglieder der Sittenser Feuerwehr regeln an den Aufführungstagen den Verkehr und weisen den Weg zu den Parkmöglichkeiten. 

Der Dreiakter ist durchaus ein erfrischendes Stück, das sich allerdings manchmal etwas zieht. Mit zwei Pausen kommt es zu gut drei Stunden Theaterdauer. Die Mitspieler – Carsten Köhn, Heike Klensang, Hendrik Hauschild (Familie Fleischhauer), Jens Nutbohm, Gerda Bredehöft und Therese Behrens (Familie Lehrmann) passten zu ihrer Rolle und agierten gekonnt. Hinter den Kulissen sorgten die Verantwortlichen für Flüsterkasten, Bühnenbau, Technik und Maske für einen reibungslosen Verlauf.

Regisseur Hans-Jürgen Holst gab eingangs einen Einblick in den Inhalt der Komödie. Der gebildete Oberstudiendirektor Fleischhauer und der hemdsärmelige Fleischermeister Lehrmann sind mit ihren Familien auserwählt worden, einen 14-tägigen Testurlaub auf der Hallig Medewatt zu machen. Beiden Familien wurde zur gleichen Zeit das einzige Haus auf der Hallig zugewiesen.

Ruhe kehrt erst gar nicht ein. Denn beim Zusammentreffen der beiden Familien entzündet sich ein fürchterliches Donnerwetter. Es wird eng im Haus, der Esstisch kurzerhand in zwei feindliche Lager aufgeteilt. Die Unterhaltungen wechseln von handfest derb bis vornehm, oder um es mit den Worten von Gerhild Fleischhauer zu sagen: „Eine Auseinandersetzung zwischen Proletariat und Intelligenz."

Bei einer feucht-fröhlichen Fußballübertragung kommen sich die zwei Männer bei Bier und Korn näher und finden sich auf einmal ganz sympathisch, sehr zum Unmut der Ehefrauen. Die Komödie nimmt an Fahrt auf.  Amors Pfeil trifft den Sohn der Fleischhauers und die Tochter der Lehrmanns. Sie setzen sich über die vermeintlichen Klassenunterschiede hinweg und reißen die Barrieren ein.

Eine angeschnittene Salami sorgt schließlich für Chaos und Fleischermeister Lehrmann wird ungewollt zum Lebensretter.

Weitere Vorstellungen folgen am Mittwoch, 16., Freitag, 18., Sonntag, 20., Freitag, 25. und Samstag, 26. August, jeweils um 19.30 Uhr.

Karten gibt es bei Optic Noelte in der Bahnhofstraße 14 in Sittensen zu den üblichen Geschäftszeiten und an der Theaterkasse für die jeweilige Aufführung ab 18 Uhr unter Telefon: 04282/3132. (hm)

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