JavaScript ist in Ihrem Browser deaktiviert! Bitte aktivieren Sie JavaScript für Treffpunkt-Sittensen, da die Seite ansonsten nicht korrekt funktioniert.
Sonntag, 20.08.2017

Mühlenteich-Umgestaltung: Fachausschuss für Förderantrag zum 15. September

Das Mühlenteichgelände soll umgestaltet und optisch aufgewertet werden. Der Planungsausschuss der Gemeinde hatte sich im Juni für die Einbindung eines Fachplaners zur Erarbeitung eines Konzeptes ausgesprochen. Carsten Dittmer vom Ingenieurbüro Dittmer aus Zeven stellte in der jüngsten Sitzung dem Gremium eine Skizze mit Gestaltungsvorschlägen vor. Er wies auf den eng gefassten, zeitlichen Rahmen hin, denn der Fachausschuss würde gern in Aussicht stehende Fördergelder bereits in diesem Jahr beantragen.

Aber: Das müsste bis zum 15. September geschehen. Sofern Einvernehmen über die Maßnahmen hergestellt werden kann, ließe sich das realisieren. Allerdings entspann sich im Ausschuss zunächst eine kontroverse Diskussion, die den Eindruck entstehen ließ, dass einige Mitglieder nicht mehr genau im Bilde waren, worauf man sich in der vorhergegangenen Sitzung bereits geeinigt hatte.

Da hatte es nämlich unter anderem geheißen, dass der Weg um den Teich nicht gepflastert, sondern mit einer wassergebundenen Fläche aus tragfähigem Schotter und einer Deckschicht aus feinem Mineralgemisch mit Bordeinfassung hergestellt werden soll - in einer Breite, die es ermöglicht, dass sich Rollstuhlfahrer oder Rollatornutzer berührungsfrei begegnen können.

Die weiteren Punkte - zusätzliche Himmelsliegen und Bänke, bessere Beleuchtung, Sanierung der Brücken, Aufstellung von Freizeit- und Sportgeräten, Ausbau des hölzernen Steges zu einer Sonnenterrasse - hatte der Planer in seinem Entwurf berücksichtigt. In seiner „groben Schätzung" belaufen sich die Gesamtkosten auf 300.000 Euro, wobei der Wegeneubau rund um den Teich mit Verbindung zur Königsberger und Mühlenstraße den größten Posten darstellt.

Bürgermeister Diedrich Höyns (SPD) plädierte hinsichtlich der Wegebefestigung zunächst für eine Pflasterung, die zwar in der Anschaffung teurer, aber in der Unterhaltung günstiger sei. „Wir sollten langfristig denken", so seine Meinung. Parteikollege Klaus Huhn pflichtete ihm bei, hielt ansonsten das Konzept für „schlüssig" und sprach sich deshalb dafür aus, es zu befürworten und als Empfehlung an den Rat zu geben, damit dieser in der Sitzung am 24. August den Beschluss fassen könne.

Höyns räumte ein, dass der Zeitrahmen für die Antragserarbeitung bis zum 15. September „sportlich" sei, aber damit bestehe die Chance, das Projekt 2018 umsetzen zu können. Nina Gall vom Bauamt gab denn auch zu verstehen, dass der Förderantrag sehr umfangreich sei und nicht „mal eben so" fertig zu stellen sei.

Christdemokrat Thomas Miesner konnte hingegen noch keine Einigkeit zu allen in der Skizze aufgeführten Maßnahmen erkennen und stellte die Frage in den Raum, ob es zwingend notwendig sei, bereits 2018 in die Förderung zu gehen. Er erinnerte daran, dass im Ausschuss bereits in der vorherigen Sitzung Einigkeit bestanden habe, die Wege nicht zu pflastern, sondern in einer Schotterdecke herzustellen, um den Charakter der Umgebung zu erhalten.

Michael Larink (SPD) formulierte erneut seinen Wunsch nach Fahrradständern am Mühlenteich und Ladestellen für E-Bikes. Gemeindedirektor Stefan Miesner erklärte jedoch, dass es schwierig sei, im öffentlichen Bereich eine frei zugängliche Steckdose zur Verfügung zu stellen.

Im Gremium entwickelte sich nochmals eine Diskussion über das Für und Wider einzelner Vorhaben. Schließlich gab Vorsitzender Alfred Flacke (SPD) die Frage zur Abstimmung, ob grundsätzlich ein Vorantreiben des Projektes und eine Umsetzung des Antrages bis zum 15. September gewollt sei. Die Mitglieder votierten einmütig dafür, nachdem Höyns von einer Pflasterung der Wege wieder abgerückt war.

An den konkreten Details wird noch weiter gearbeitet. Einigkeit bestand darin, die geplante Sonnenterrasse nicht wie in der Entwurfsskizze beschrieben, mit einer Abtreppung aus mehreren Betonstufen, sondern nur mit einer Erhöhung zum Hinsetzen auszustatten. Anwohner waren bei der Sitzung zugegen und hatten ihre Sorge zum Ausdruck gebracht, dass es später zu Lärmbelästigungen kommen könnte, zumal sich dort schon jetzt häufig Jugendliche bis in die Nacht hinein aufhielten. Gleiches gilt für den Grillpavillon, der saniert werden soll. Eine bessere Beleuchtung und Bewegungsmelder sollen hier mehr Transparenz schaffen.

Nach Dafürfhalten des Ausschusses sollen nicht beide Brücken am Teich saniert werden, sondern nur der Übergang zum Heimathaus. An Fördermitteln sind über 60 Prozent zu erwarten, eher noch mehr, wie es in der Sitzung hieß. Wichtig sei es, überhaupt erst einmal in das Förderprogramm zu kommen. (hm)

Skizze: Planungsbüro Dittmer