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Samstag, 16.12.2017

Grünschnittsammelplatz: Verlegung Mitte nächsten Jahres

Der Grünschnittsammelplatz im Kampweg in Sittensen ist nach Mitteilung der Samtgemeindeverwaltung in diesem Jahr zum letzten Mal am 23. Dezember geöffnet. Im neuen Jahr wird die Anlage ab dem 8. Januar erstmals wieder ihre Pforten öffnen. Die vom Samtgemeinderat beschlossene Verlegung des Platzes auf eine Fläche an der Karl-Benz-Straße im Gewerbegebiet Nord III verschiebt sich zeitlich allerdings. Auf Nachfrage erklärt Bauamtsleiter Bernhard Goldmann, dass die Ausbauplanung zwar vorliegt, es aber zu Verzögerungen im Genehmigungsverfahren gekommen sei, das nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) zu erfolgen hat. „Der Antrag wird jetzt an das Gewerbeaufsichtsamt gehen, mit dem wir ohnehin in Kontakt stehen, im Frühjahr hoffen wir, die Ausschreibungen vornehmen zu können, so dass der Betrieb Mitte nächsten Jahres starten kann", zeigt sich Goldmann zuversichtlich.

Wegen der diversen Auflagen, die es in diesem Verfahren zu erfüllen gilt, gestaltet sich die Herrichtung des Geländes nicht einfach. Es geht um die ordnungsgemäße Lagerung des Sammelgutes, die Entwässerung auf dem Gelände ist ein großes Thema, aber auch die Kostenbeteiligung durch den Landkreis als Betreiber der Anlage ist noch nicht abschließend geklärt.

Zwar wurde der Samtgemeinde bereits ein Zuschuss von 50 Prozent zugesagt, dieser schließt aber nicht die Kosten für die Entwässerung ein. „Derzeit ist der Landkreis dabei, eine kreisweit einheitliche Regelung hinsichtlich der Kostenbeteiligungen an solchen Anlagen herbeizuführen", erklärt der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister, Stefan Miesner.

Derzeit sieht die Planung für das neue Areal eine Lagerfläche für Baum- und Strauchschnitt, einen Bereich für Container, die Laub- und Grünschnitt aufnehmen sowie eine Befestigung des Platzes mit einem Mineralgemisch vor. Eine Asphaltierung mit Bitumen wäre benutzerfreundlicher, denn in dem Fall bräuchten keine Container, die umständlich zu befüllen sind, aufgestellt zu werden. Auf Schotter hingegen darf kein Laub- und Grünschnitt ohne Behältnisse lagern, da die Gefahr besteht, dass Sickersäfte ins Grundwasser gelangen.

„Bitumen hätten wir auch lieber als Schotter, aber in dem Fall müsste die Oberflächenentwässerung über den Schmutzwasserkanal der Samtgemeinde erfolgen. Die dortige Pumpstation kommt aber schon jetzt an ihre Grenzen. Es würden erhebliche Mehrkosten anfallen. Bei Mineralgemisch müssen wir aber auch für einen Unterbau sorgen, der versickerungsfähig ist, damit sich nicht wieder wie beim alten Platz die Nässe sammelt. Aus dem Grund verzichten wir auch auf eine Verwallung", erläutert Goldmann.

Die genauen Kosten für eine Asphaltierung sollen aber alternativ ermittelt werden. „Sofern es vom Landkreis einen höheren Zuschuss als die bisher zugesagten 50 Prozent gibt, können wir auch die Herstellung in Bitumen leisten", gibt Miesner zu verstehen. Der Beschluss des Kreistags steht indes noch aus.

Mit rund 4200 Quadratmetern ist der neue Sammelplatz größer als der alte mit 3000 Quadratmetern. 1500 Quadratmeter sind für die Containerfläche vorgesehen.

In der Winterzeit gelten folgende Öffnungszeiten für den Grünschnittsammelplatz: montags von 13 bis 15 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 15 Uhr. (hm)