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Montag, 20.11.2017

Sanierung des Volksbankgebäudes - Kosten: 3,1 bis 3,6 Millionen - Rat verschiebt ausführliche Beratung auf 20. Juni

3,1 bis 3,6 Millionen Euro: Das sind die Kosten, die ein Umbau des ehemaligen Volksbank-Gebäudes an der Bahnhofstraße zu einem Rathaus verursachen würde. Diese mehr als stattliche Summe hat die Machbarkeitsstudie des Architekturbüros ellwanger und menzel aus Rotenburg ergeben. Damit soll der Samtgemeinde „eine Handlungsempfehlung" gegeben werden. Am vergangenen Donnerstag kam in der Sitzung des Samtgemeinderates das Thema zur Sprache. Eine detaillierte Vorstellung der Studie erfolgte nicht, dazu wurde ein neuer, öffentlicher Sitzungstermin am Dienstag, 20. Juni, 19 Uhr, anberaumt.

Dann wird auch der Planer zugegen sein. Eine Sitzung, die sicher auch für die Bürger interessant sein dürfte. Das Thema hatte den Ausgang der Kommunalwahlen deutlich beeinflusst. Wie berichtet, hatte die Mehrheitsgruppe aus SPD-WFB-Grünen den vorherigen Samtgemeinderatsbeschluss, das ehemalige Volksbankgebäude vorübergehend als Samtgemeindeverwaltung zu nutzen und ein Rathaus neu zu bauen, gekippt. Stattdessen sollten ein Raumkonzept erstellt und danach die Umbaukosten ermittelt werden.

Herbert Osterloh, Sprecher der Mehrheitsgruppe im Samtgemeinderat, untermauerte nochmals die Meinung der Gruppe zur Standortfrage eines Rathauses: „Der ist endgültig auf die Bahnhofstraße 5 festgelegt. Ein anderer Standort ist für uns ausgeschlossen. Die Studie hat ergeben, dass ein Umbau machbar ist, offene Fragen und Einzelheiten werden am 20. Juni mit dem Planer geklärt." Den Mitarbeitern der Verwaltung machte er das ambitionierte Versprechen, „so schnell wie möglich bessere Arbeitsbedingungen" verschaffen zu wollen.

CDU-Fraktionsvorsitzender Dirk Detjen setzte zu einer längeren Stellungnahme an. Nicht ohne Grund: Hatte doch die CDU vor der Kommunalwahl im letzten Herbst eine Offensive zum Thema Rathausneubau unternommen. Wie berichtet, favorisieren die Christdemokraten einen Standort Am Markt. „Den Wählern wurde offen und ehrlich unsere Position mitgeteilt. Die Mehrheitsgruppe hat stets öffentlich die ermittelten Sanierungskosten geleugnet oder ins Lächerliche gezogen. Mir als Fraktionsvorsitzenden wurde vorgeworfen, mit falschen Zahlen für den Umbau zu jonglieren. Die haben sich aber tatsächlich bewahrheitet. Die Kosten sind mit bis zu 3,6 Millionen sogar deutlich höher ausgefallen. Darin sind aber noch nicht die Kosten für eine energetische Sanierung enthalten, die laut neuer Energieverordnung für den Standard öffentlicher Gebäude ab 2050 erforderlich ist. Somit müsste innerhalb von 30 Jahren eine weitere, große Maßnahme erfolgen."

Detjen sprach von „Salamitaktik", die von der CDU nicht mitgetragen werde. Darüber hinaus sei auf Bestreben der SPD auf Gemeindeebene vorzeitig der B-Plan am Markt geändert und somit einer weiteren, dortigen Rathausplanung der Todesstoß versetzt worden. Er versicherte aber dennoch, dass die CDU-Fraktion zur Verfügung stehe, „um an einer tragfähigen und wirtschaftlichen Lösung mitzuarbeiten."

„Das ist ein guter Satz in dieser Rede", ließ Diedrich Höyns (SPD) verlauten und appellierte an Verwaltungschef Stefan Tiemann, die erforderlichen Beschlüsse entsprechend zeitnah umzusetzen und keine Blockadehaltung einzunehmen. „Wir müssen alle an einem Strang ziehen."

Tiemann hatte zuvor angeprangert, dass bereits Ende 2014 festgestanden habe, dass das jetzige Rathaus nicht mehr zu halten sei. „Das Personal fühlt sich hingehalten." „Keiner hat die Initiative ergriffen, um etwas zu tun. Insofern ist eine weitere Diskussion an dieser Stelle überflüssig", beendete Heiko Schmeichel (WFB) die Debatte.

Man darf gespannt sein, wie es am Dienstag weitergeht. (hm)