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Freitag, 23.06.2017

Falschgeld im Umlauf: Täter nutzen auch Verkaufsportale im Internet

In den vergangenen Monaten ist es im Rahmen von privaten Gebrauchtgeschäften über Verkaufsportale wie Ebay-Kleinanzeigen vermehrt zur Verbreitung von Falschgeld gekommen. Auf den Portalen werden privat inserierte und preislich relativ hoch angesetzte Gegenstände wie Smartphones oder Spielekonsolen von den Tätern gezielt ins Visier genommen, denn sie scheinen genau diese Angebote für ihre Zwecke zu nutzen. Davor warnt Kriminalhauptkommissarin Stephanie Weiß, Sprecherin des Landeskriminalamtes in Hannover. Doch auch im Rotenburger Raum ist es in den vergangenen Wochen zu mehreren gleichgelagerten Taten gekommen.

"Die Täter hatten sich gezielt diese Angebote herausgepickt und sofort Kontakt zu den Anbietern aufgenommen", berichtet Rotenburgs Polizeisprecher Heiner van der Werp. Es wurden Treffen vereinbart - möglichst in der Dunkelheit und an öffentlichen Plätzen. "So konnten die Verkäufer, vor allem von iPhones und iPads, kaum erkennen, dass es sich bei der Bezahlung um Falschgeld gehandelt hat," so van der Werp weiter.

In dem Wissen um das überzogene Angebot, kommt den Tätern bei den Treffen offenbar die Argwohn überdeckende Freude wegen des vielen eingenommenen Geldes zugute. Das böse Erwachen folgt spätestens, wenn die betrogenen Verkäufer bei Tageslicht "Blüten" in ihren Händen halten.

Um sich vor solchen Schäden zu schützen, empfiehlt die Polizei:

- Notieren Sie sich Telefonnummer, Namen und zum Beispiel Autokennzeichen der angereisten Kaufinteressenten.

- Seien Sie wachsam, wenn der Interessent keine Anstalten macht, über den Preis verhandeln zu wollen, insbesondere wenn der Preis eher etwas hoch liegt.

- Falschgeld wird nicht ersetzt. Machen Sie sich mit den Sicherheitsmerkmalen des Geldes vertraut. Die Erkennung von Falschgeld ist kein Hexenwerk. Jeder kann sich diese Fähigkeit schnell aneignen. Informationen dazu gibt es unter anderem auf den Internetseiten der Deutschen Bundesbank.

- Informieren Sie die Polizei möglichst frühzeitig, wenn Sie geschädigt wurden oder Beobachtungen gemacht haben.