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Samstag, 21.10.2017

Unfallstatistik 2016 im Landkreis Rotenburg: mehr Blechschäden, weniger Unfalltote

Im vergangenen Jahr sind 413 Menschen in Niedersachsen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Das sind 44 weniger als im Jahr zuvor und der niedrigste Wert seit Einführung der amtlichen Verkehrsunfallstatistik vor 60 Jahren. Die Anzahl der Gesamtunfälle, hauptsächlich Blechschäden, stieg landesweit um 2,4 Prozent an. Dieser Landestrend spiegelt sich in der aktuellen Unfallstatistik im Landkreis Rotenburg wieder.

Insgesamt zufrieden zeigt sich der Leiter der Polizeiinspektion Rotenburg, Polizeidirektor Burkhard Klein, mit dem Unfallgeschehen des vergangenen Jahres im Landkreis Rotenburg und auf dem Streckenabschnitt der Hansalinie A1 zwischen den Anschlussstellen Posthausen und Rade. Zwar sei ein geringer Anstieg der Gesamtunfälle von rund 4,5 Prozent zu verzeichnen gewesen - die tödlichen Verkehrsunfälle konnten im Vergleich zum Vorjahr jedoch um 50 Prozent gesenkt werden.

Elf Menschen hatten 2016 auf den Straßen im Landkreis Rotenburg ihr Leben verloren. Auch die Anzahl der Unfälle mit schwerem Personenschaden sank um nahezu sechs Prozent auf 148. Die Unfallzahlen zeigen, so der Inspektionsleiter, dass die Hauptunfallursache Geschwindigkeit weiterhin im Mittelpunkt der Verkehrsüberwachung stehen muss. Verschiedene Präventionsprojekte wie das Fahrschulprojekt für junge Führerscheinbewerber und das Fachsicherheitstraining "Fit im Auto" für Senioren sollen dabei helfen.

6.176 Verkehrsunfälle ereigneten sich im Jahr 2016 im Kreisgebiet. In 816 Fällen wurden Menschen verletzt. Davon kam es auf der A1 im Zuständigkeitsbereich der Autobahnpolizei Sittensen in Fahrtrichtung Bremen und Hamburg im gleichen Zeitraum zu 709 Unfällen. Hier stieg die Anzahl aller Unfälle um fast acht Prozent.

Hauptunfallursachen waren wie in den Jahren zuvor unangepasste Geschwindigkeit und Vorfahrtsverletzung. Trotz vielfältiger Aktionen durch die Jägerschaft, die Straßenverkehrsbehörden und die Polizei kam es 2016 zu 1.978 Wildunfällen. Jeder dritte Unfall ist somit auf die Kollision mit einem Wildtier zurückzuführen.

Die Anzahl der Unfallfluchten liegt mit 1.097 etwa auf dem Vorjahresniveau. Mit einer Aufklärungsquote von über 40 Prozent konnte fast jeder zweite dieser Unfälle aufgeklärt werden. Die Beteiligung der jungen Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren am Unfallgeschehen ist mit 21 Prozent oder 1.303 Unfällen unverändert hoch.

An 978 Verkehrsunfällen waren Senioren über 65 Jahre beteiligt. Hier ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum keine nennenswerte Veränderung zu verzeichnen.