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Mittwoch, 26.02.2020

Samtgemeinderat: Kontroverse Debatte über Bau von Hochebenen in Kita

Die evangelische Kindertagesstätte „Himmelszelt" in Sittensen möchte zwei weitere Hochebenen einbauen lassen, um mehr Rückzugsmöglichkeiten in der Ganztagsbetreuung schaffen zu können. Bisher scheiterte das Vorhaben an den Auflagen des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes (GUV). Die wurden jetzt gelockert, so dass die Maßnahme in Angriff genommen werden könnte. Die Gesamtkosten hatte der Trägerverein zunächst auf 15.000 Euro geschätzt und einen Zuschussantrag an die Samtgemeinde in Höhe von 12.000 Euro gerichtet, da aus Spendengeldern 3.000 Euro aufgebracht werden können.

Der Sozialausschuss hatte bereits ein positives Votum abgegeben. Allerdings hat sich der Kostenplan jetzt geändert, die Maßnahme schlägt mit 19.500 Euro zu Buche. Im Samtgemeinderat zog die Kostensteigerung eine Diskussion nach sich, denn der Samtgemeindeausschuss hatte in seiner nicht öffentlichen Sitzung die Empfehlung getroffen, die Emporen jeweils nur mit 6.000 Euro zu bezuschussen.

Klaus Huhn (SPD) verdeutlichte, dass diese kein Luxusobjekt seien, sondern viel genutzt würden, zumal sich die Kinder lange im Kindergarten aufhielten und vor allem bei schlechterem Wetter Möglichkeiten zum Rückzug und Ausruhen benötigten. Lars Kamphausen (CDU) machte noch auf einen anderen Aspekt aufmerksam: „Die Kindertagesstätte ist seinerzeit als Vormittagseinrichtung gebaut worden. Jetzt hat sich das Konzept geändert, die Nachmittagsbetreuung ist hinzugekommen. Insofern haben sich auch die Aufgaben geändert. Mittags werden Schlafplätze benötigt. Die Emporen sind also nicht nur zum Spielen gedacht. Bislang wurde die große Halle behelfsweise zum Schlafen genutzt. Es ist unsere Aufgabe, für eine vollwertige Ausstattung zu sorgen."

Auch Diedrich Höyns (SPD) äußerte Kritik: „Wir haben schon ganz andere Beträge ohne Aussprache durchgehen lassen. Jetzt die harte Kante zu zeigen, ist wenig hilfreich." Seinem Vorschlag, den Zuschuss der Samtgemeinde auf 15.000 Euro zu erhöhen und wegen der Finanzierungslücke von 1.500 Euro mit dem Trägerverein Gespräche über eine Kofinanzierung zu führen, schloss sich der Rat bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen an. (hm)

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