JavaScript ist in Ihrem Browser deaktiviert! Bitte aktivieren Sie JavaScript für Treffpunkt-Sittensen, da die Seite ansonsten nicht korrekt funktioniert.
Freitag, 24.11.2017

Pianist Dan Popek begeistert Publikum

Der Ruf des „Tausendsassa an den Tasten eilt ihm voraus und dem wurde er in beeindruckender Weise auch gerecht: Der erst 21 Jahre alte Pianist Dan Popek, der Samstag bei seinem Auftritt in der Pausenhalle der KGS auf Einladung von Heiko Hastedt auftrat. Ob Jazz, Boogie-Woogie, Ragtime oder Klassik: Der junge Künstler überzeugte mit dem „Hummelflug" von Rimski-Korsakow genauso wie mit den Jazzhits „Take Five" oder „Asturias." Die Finger flogen nur so über die Tasten.

Seine Spielfreude ging so weit, dass er sogar rücklings auf dem Klavierstuhl liegend über Kopf dem Piano grandiose Töne zu entlocken wusste. Oder beim Lied über einen Eskimo, dass er wegen der vermeintlichen Kälte mit den Fäusten spielte und sich sein Rumpf soweit neigte, dass die Nase fast auf die Tasten stieß und der letzte Ton tatsächlich ein Nasenstupser war.

Rasante Tonarten- und Tempiwechsel? Kein Problem für Dan Popek, denn die beherrscht er ebenfalls meisterhaft. Das Publikum kam denn auch schnell in Bewegung, die Füße tippten auf dem Boden, Körper und Hände gingen im Rhythmus mit. Der Pianist moderiert selbst. Und auch auf diesem Gebiet beweist er schon mühelos Entertainerqualitäten. Charmant und witzig parlierte er mit seinen Gästen und setzte auch manche Prise Ironie gekonnt ein. „In Sittensen habe ich es ja mit einem anspruchsvollen, gehobenen Publikum zu tun", fabulierte er gleich zu Beginn munter drauf los.

Damit kommt er seinem, wie er sagt, großen Vorbild Joja Wendt, der Hamburger Star-Pianist, mit dem er schon oft zusammengespielt und der auch in Sittensen bereits einige Mal gastiert hat, sehr nah.

Mit seinem jugendlichen Charme forderte er Applaus ein. „Das ist hier nicht wie in der Oper. Sie dürfen jederzeit klatschen." Darum brauchte er nicht lange zu bitten, dem wurde nur allzu gern Folge geleistet. Denn was er dem Klavier entlockte, war geprägt von großem Können. Insofern hätte sein Konzert deutlich mehr Besucher verdient.

Eingangs dieses Benefizkonzertes, das Heiko Hastedt zugunsten seiner sich in Planung befindlichen, gemeinnützigen Musikakademie veranstaltet hat, gaben zahlreiche Musikschüler einen beeindruckenden Einblick in ihr Können an Instrumenten und im Gesang.

Die Mitwirkenden waren Fiona Molenar, Nela Gerlach, Lina Peters, Carolina Halm, Anette Renken, Tim-Linus Taplik, Laura Friske, Carolin Boldt, Nadine Ahlfeld, Mirja Schlaps, Manja Wedemeyer, Alan Escandon, Markus von Fintel und Antonia Ahrens. Ob Klassik, Pop oder Boogie: Das Spektrum war breit gefächert. (hm)