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Dienstag, 19.09.2017

Dorfbevölkerung feiert Erntedankfest mit Festnachmittag und Tanz am Abend

Generationsübergreifend kommt die Dorfbevölkerung in Hamersen gleichermaßen gern wie selbstverständlich zum Erntedankfest zusammen. Schauplatz der Feierlichkeiten war Samstag wieder das Feuerwehrhaus. Los ging's mit dem Festnachmittag, dazu waren Räumlichkeiten und Tische sowie ein zusätzliches Zelt am Gebäude entsprechend liebevoll dekoriert.

Sowohl das Kronenbauernpaar Kristina und Stefan Karow als auch Bürgermeister Gerd Kaiser und Moderator Friedhelm Eckhoff freuten sich über das volle Haus. Viel Applaus heimsten wieder die „Minis" und die Schulkinder mit ihren fetzigen Tanzdarbietungen ein. Aber auch eine Vorführung von jungen Mädchen der Dorfjugend, die gleichermaßen lustig wie akrobatisch daher kam, wurde mit viel Beifall belohnt.

Viel zu erzählen hatten sowohl der Bürgermeister in seiner Ansprache als auch Festredner Diedrich, genannt „Did'n", Höyns aus Sittensen, seines Zeichens Bürgermeister der Kerngemeinde der Börde. „Wir sind politisch gesehen zwar Wettbewerber, privat aber Freunde", ließ Kaiser wissen. Diese Freundschaft erklärte sich denn auch in Höyns' Ausführungen zu den Bedingungen für bauliche und gewerbliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten kleinerer Orte.

Der ländliche Bereich werde in vielen Bereichen benachteiligt. Trotzdem müsse man nach vorne sehen. „In der Samtgemeinde haben wir das richtig gemacht, wenn ich an die Schulen, Kinder und die Abwasserentsorgung denke. Das ist mit finanziellem Aufwand verbunden, aber wir wollen ja die Börde fit machen für die Zukunft", betonte er.

Allerdings stoße Sittensen an die Grenzen seiner baulichen und gewerblichen Entwicklung. Sein Vorschlag: eine gemeinsame Entwicklung an den Grenzen Sittensen und Hamersen. „Diese Möglichkeiten sollten wir nutzen und dazu Gespräche mit dem Landkreis führen", so Höyns.

Auch Gerd Kaiser wandte sich dem Geschehen in der Gemeinde zu. Zunächst dankte er allen freiwilligen Helfern, sprach die Straßenbaumaßnahmen an und ließ auch die Nachbarschaftsstreitigkeiten beim Jugendtreff nicht unerwähnt. Hier hätten sich vor allem die Ratsmitglieder Ingo Meinke und Annika Holst mit Gesprächen zwischen Anwohnern und Dorfjugend vermittelnd eingesetzt.

Das Baugebiet Hamersring, für dessen Realisierung die Gemeinde lange gekämpft und eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen hat, war ebenfalls Gegenstand seiner Rede. Wie Kaiser erklärte, könne der Grundstücksverkauf - Baugenehmigungen sind schon erteilt - zum Erliegen kommen. „Durch einen Nachbarschaftswiderspruch eines Grundstückseigentümers, der nicht in der Gemeinde wohnt, sondern in einer benachbarten Ortschaft, wo er auch Bürgermeister ist, wurde ein Kontrollverfahren eingeleitet. Ich bin sicher, wir werden es ohne Makel gewinnen, aber Unruhe und Unsicherheiten werden so geschürt. Wir im Rat hoffen, dass diese Person nochmal in sich geht, denn die Leidtragenden sind unsere Bauwilligen", machte Kaiser deutlich und wies auch darauf hin, wie schwer es heutzutage sei, in einem landwirtschaftlich geprägten Ort Baugebiete zu entwickeln.

Bevor sich alle Gäste dem gemütlichen Teil und dem üppigen Kuchenangebot widmen durften, rief der Bürgermeister noch dazu auf, am Abend zum Ernteball zu kommen und so dazu beizutragen, dass „wir hier eine gut besuchte, schöne Feier haben." (hm)