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Freitag, 19.01.2018

Neujahrsempfang der Gemeinde - Dionysius-Medaille für Inge Lefevre und Bernd Pichlmeier

Bisher hat die Gemeinde Sittensen direkt am Neujahrstag einen Empfang gegeben, um mit geladenen Gästen das neue Jahr zu begrüßen. Der neue Bürgermeister Diedrich Höyns hat nun diese Tradition aufgehoben. Fortan soll die Veranstaltung am zweiten Mittwoch im Januar stattfinden. Dieser Termin scheint gut anzukommen, denn der Ausstellungsraum der Wassermühle war gestern gut gefüllt. Die Anwesenden ließen sich von einer Rede des Bürgermeisters unterhalten, sinnierten über lokale und weltpolitische Themen und verrieten ihre Pläne für das Jahr 2018.

Die Gästeschar setzte sich aus Vertretern der Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Feuerwehr, Polizei, Kirchen, Ärzte, Vereine, des Bauhofes und der Patenkompanie der Fallschirmjägerkaserne Seedorf zusammen. „Alle waren 2017, ob beruflich oder ehrenamtlich, ein Teil der Entwicklung in und um Sittensen. Dafür möchte ich mich bedanken", erklärte Höyns in seiner Ansprache.

Bei seinem Rückblick auf das vergangene Jahr hob er den Bebauungsplan „Neue Ortsmitte Süd" hervor. „Damit sind wir den ersten Schritt zur planerischen Entwicklung Sittensens angegangen", betonte er. Nach den Erfahrungen aus dem Planverfahren sei es genau richtig gewesen, Sittensen planerisch in Teilstücke einzuteilen, um die Übersicht und, wie Höyns es formulierte, „die in jedem Teilstück erwarteten und von mir erhofften Wünsche der Betroffenen mit der richtigen Aufmerksamkeit abwägen zu können."

Es sei natürlich immer so, dass der Eine oder Andere Ängste vor Veränderungen habe oder auch eigene Interessen vertrete, aber das sei auch in Ordnung. „Wer aber sagt, in Sittensen passiert nichts, sollte in einer solchen Situation auch zeigen, dass er Kompromisse eingehen kann, damit Entwicklung eine Chance hat", gab der Bürgermeister zu verstehen.

„Wir werden zu diesem Thema alle nachhaltigen und wirtschaftlichen Konzepte und Ideen gerne fördern, wenn am Ende des Weges aber eine Verwirklichung dieser Wünsche nicht möglich ist, werden andere Konzepte umgesetzt. Wir möchten nicht in ein paar Jahren leere Fenster ansehen müssen und wieder hören, in Sittensen passiert nichts", so Höyns.

Zudem wies er auf das Einzelhandelskonzept hin, das seinen Worten zufolge gut zu dem Bebauungsplan passt und helfen soll, großflächigen Einzelhandel, also Discounter, zu steuern und damit es zu ermöglichen, neue Standorte dafür innerhalb des Ortes zu finden. „Unser Einzelhandel braucht, um auf Dauer bestehen zu können, Kundenfrequenz und Sittensen einen guten Einzelhandel für Zuzug und Arbeitsplätze", verdeutlichte er.

Um neue Wohn- und Gewerbeflächen zu verwirklichen, sei man in Gesprächen, die Umsetzung gestalte sich jedoch wegen der Nähe und der Art der benachbarten Bebauung schwierig. Mit der geplanten Neugestaltung des Mühlenteichgeländes werde ein weiterer Schritt zur Aufwertung des Ortes getan. Zu erwarten seien nicht unerhebliche Zuschüsse.

Höyns ließ auch verlauten, dass das Jugendzentrum derzeit geschlossen sei, da der bisherige Leiter, Johannes Gabriel, aufgehört habe. „Zusammen mit Verwaltung, Politik und Sachverstand werden wir ein neues Konzept für die Jugendbetreuung im Rahmen eines Jugendzentrums erarbeiten", kündigte er an.

Sozialarbeit sei ohnehin ein wichtiges Thema. Er hoffe, mit Kirche und Diakonie ein gutes Projekt hinzubekommen. Das schließe ausdrücklich die Betreuung der Migranten und Flüchtlinge mit ein. In dem Zusammenhang sprach er den Ehrenamtlichen des Flüchtlingshilfevereins EWiS und anderen Freiwilligen für ihren Einsatz seinen Dank aus.

Verleihung der Dionysius-Medaille

Damit leitete er zur Verleihung der Dionysius-Medaille der Gemeinde Sittensen über. Laut Höyns hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, Inge Lefevre und Bernd Pichlmeier aus Sittensen damit auszuzeichnen.

Beide engagieren sich an vielen Stellen für die Gemeinde und vor allen für die Menschen, sei es in Vereinen und Verbänden oder sonstigen Hilfsprojekten. „Das verdient Anerkennung", betonte Höyns. „Beide sind immer ansprechbar, kommen und helfen. Sie haben einen Blick für Dinge, die einfach nötig sind."

Inge Lefevre war lange Jahre politisch tätig, unter anderen im Samtgemeinderat und Gemeinderat. Höyns zufolge ist vor allem ihr Einsatz für die Tafel und Kleiderkammer in Sittensen unvergessen. Auch ihr Engagement für die Flüchtlinge ließ er nicht unerwähnt.

Bernd Pichlmeier zeichnet sich durch seinen Einsatz für die Verkehrserziehung im Rahmen der Verkehrswacht in Schule und Kindergärten aus. Im Besonderen hat er die schwächsten Verkehrsteilnehmer, die Kinder und auch Unfallgeschädigte im Blick. „Ob in der Feuerwehr, den Vereinen, als Partner von Hans Rösch bei der Betreuung der Kinder aus der polnischen Partnergemeinde Dzierzgon oder als Betreuer für das Ferienprogramm. Ein Anruf und Bernd ist da", führte Höyns aus.

Beide Geehrten zeigten sich berührt und gleichermaßen „sprachlos." „Es gibt viele Dinge, die, wenn man sie kann, auch tun sollte. Ich möchte mit meinem Einsatz der Gesellschaft auch etwas zurückgeben", erklärte Pichlmeier sein Engagement. (hm)