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Donnerstag, 15.11.2018

Kindergartenneubau: Kostenschätzung rund 3,8 Millionen Euro

Ein fünfzügiger Ganztageskindergarten mit zwei Elementargruppen und Krippenbereich soll an der Kalber Straße in Tiste entstehen. Auf der vorgesehenen Fläche befindet sich derzeit eine Kinderkrippe in Mobilbauweise. Sie wird jetzt um eine Etage mit zwei Gruppenräumen aufgestockt, um den Bedarf an Betreuungsplätzen decken zu können.

Architekt Martin Menzel aus Rotenburg und Mitarbeiterin Katrin Sause stellten jetzt dem Bau- und Planungsausschuss der Samtgemeinde den ersten Planentwurf vor. Das Gebäude besteht aus zwei Hauptbaukörpern und einem Verbindungstrakt, einem umlaufenden Walmdach mit großzügigem Dachüberstand, der gleichermaßen Regen- wie Sonnenschutz bietet.

Die Außenfassade soll in aufgelockerter Weise gestaltet werden - durch den Einsatz verschiedener Materialien wie Verblendmauerwerk, Metallfassadenplatten, Putz und Holzunterschlägen beim Dachüberstand. Die Grundfläche beträgt rund 1280 Quadratmeter.

Die Entwurfsskizze fand grundsätzlich Zustimmung, schlucken mussten die Ausschussmitglieder zunächst bei der Bekanntgabe der groben Kostenschätzung, die der Architekt auf rund 3,8 Millionen Brutto bezifferte.

„Das ist viel", befand auch Samtgemeindebürgermeister Stefan Tiemann, bezeichnete die Summe jedoch als „realistisch und nicht überzogen. Wir wollen es, wenn schon, dann auch vernünftig machen." „Das ist ein guter Entwurf, das Gebäude ist praktikabel und ohne Schnörkel", pflichtete Ausschussvorsitzender Heiko Schmeichel bei.

Was die Gestaltung der Außenfassade angeht, hatte Schmeichel den Planer noch darauf hingewiesen, dass Wirtschaftlichkeit im Hinblick auf die Folgekosten angezeigt sei.
Fördermittel vom Land gibt es laut Tiemann nur für die Krippe und zwar pro Platz. Vorgesehen sind 45 Plätze, zu erwarten seien demnach rund 540.000 Euro.

Die räumliche Ausgestaltung der Einrichtung ist dem Architekten zufolge mit der jetzigen Krippenleitung und der Verwaltung abgestimmt worden. „Über die Ideen sind wir ins Konzept gekommen", sagte er.

Im vorderen Baukörper sind die Kindergartengruppen gegenüberliegend angeordnet, im hinteren befindet sich der Krippenbereich. Dort wird es auch eine vorgezogene Dachfläche geben, die als Spielfläche bei schlechtem Wetter genutzt werden kann.

Großzügige Fensterflächen lassen viel Tageslicht herein und sorgen damit für Helligkeit in den Gruppenräumen, in der Krippe sollen die Ruheräume jedoch mit einer zusätzlichen Außenbeschattungsanlage ausgestattet werden. Die Raumaufteilung ist mit Gruppen-, Ruhe-, Wasch- und Abstellraum jeweils identisch. Differenzierungsräume für Kleingruppenarbeit sind ebenfalls jeweils zugeordnet.

Des Weiteren gibt es einen Bewegungsraum für alle Kinder, einen Besprechungsbereich, im Eingangsbereich befindet sich das Büro der Leitung, außerdem ist ein Windfang vorgesehen, der auch Platz für Abstellmöglichkeiten bietet, die Eingangstür bekommt ein Vordach.

Im Verbindungstrakt liegen Küche und Speiseraum, der Flur ist mit kleinen Nischen, Buchten und Sitzmöglichkeiten ausgestattet und lässt sich auch als Spielfläche darstellen. Die Größe der Gruppenräume entspricht mit gut 53 Quadratmetern den gesetzlichen Vorgaben, die zwei Quadratmeter pro Kind vorsehen. Bei 25 Kindern in den Kindergartengruppen sind das 50 Quadratmeter, in der Krippe sind drei Quadratmeter pro Kind vorgesehen.

Die verkehrliche Erschließung erfolgt über die Kalber Straße, wobei eine Zu- und eine Abfahrt geplant ist. „Die Fahrzeuge zum Bringen und Abholen der Kinder sollen nur in Vorwärtsbewegung möglich sein", führte Menzel aus.

Für den zweiten Zufahrtsbereich wird die Samtgemeinde die Bauleitplanung bei der Gemeinde Tiste beantragen. Die Planung soll zügig vorangebracht werden. Nicht ohne Grund, ist es doch Ziel, den Betrieb zum 1. August kommenden Jahres aufnehmen zu können. (hm)

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