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Donnerstag, 15.11.2018

Erneut betrügerische Anrufe falscher Polizeibeamte

Eine Welle von Anrufen falscher Polizeibeamter ist am Dienstag durch den Landkreis geschwappt. Auf mehreren Dienststellen der Polizeiinspektion Rotenburg wurden bislang fünfzehn Strafanzeigen erstattet. Die Beamten ermitteln in allen Fällen wegen Amtsanmaßung.

Allein in Rotenburg kam es zu acht Anrufen bei älteren Menschen. Aber auch in Bothel klingelte das Telefon bei zwei 71- und 78-jährigen Frauen. Die Polizei vermutet, dass die organisierten Täter zielgerichtet vorgehen.

So suchen sie sich vor allem Frauen aus, die einen altdeutschen Namen tragen. Dementsprechend liegt das Alter der Angerufenen zwischen 62 und 97 Jahren. Die Masche der Anrufer ist mittlerweile bekannt.

Zunächst stellen sich die Kriminellen als Polizeibeamte, gerne auch als Kriminalbeamte vor. Meistens wird sogar ein Name genannt. Dann folgt eine erfundene Geschichte. Häufig sei gerade eine Einbrecherbande auf frischer Tat geschnappt worden.

Bei den Tätern habe man eine Liste mit Namen gefunden. Darauf stehe auch der Name der Angerufenen. Jetzt gehe es darum, deren Besitz zu schützen. Fallen die Senioren darauf herein, folgt der nächste Schritt. Um das Hab und Gut, in der Regel Bargeld oder Schmuck, in Sicherheit zu bringen, werde es von der Polizei abgeholt.

"So etwas macht die Polizei nicht", versichert Polizeisprecher Heiner van der Werp. "Wir fragen Menschen am Telefon nicht nach ihren persönlichen Verhältnissen und auch nicht nach sensiblen Daten."

Aber nicht nur in und um Rotenburg hat es diese Anrufe am Dienstag gegeben. Auch in Zeven wurden ältere Menschen von den Kriminellen telefonisch behelligt. Die  Vorgehensweise der Täter war genau die gleiche.

Allein der Nordkreis blieb am Dienstag verschont. Dort war es aber in der Vergangenheit mehrfach zu betrügerischen Anrufen falscher Polizeibeamter gekommen.

Im Ergebnis zeigt sich die Polizei allerdings zufrieden. Bislang ist es keinem falschen Polizeibeamten am Dienstag gelungen, Geld oder andere Wertgegenstände von Senioren zu ergattern.

"Die Angerufenen haben alles richtig gemacht!", freut sich van der Werp. Die Beamten empfehlen weiterhin die unerwünschten Telefonaten sofort zu beenden und sich nicht auf längere Gespräche einzulassen.

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