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Donnerstag, 15.11.2018

Ende der Eingangsstufe: Schulkindergarten an der Grundschule?

An der Grundschule Sittensen soll wieder ein Schulkindergarten eingeführt werden. Dafür sprach sich der Schulausschuss der Samtgemeinde Sittensen in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich aus. Die Landesschulbehörde muss allerdings das Vorhaben genehmigen. Hintergrund dessen ist das Ende der sogenannten Eingangsstufe, in der Schülerinnen und Schüler des ersten und zweiten Jahrgangs gemeinsam in jahrgangsgemischten Lerngruppen unterrichtet werden, zum Schuljahr 2019/2020.

Nun geht es um den Verbleib der „zurückgestellten", will heißen, noch nicht schulreifen Kinder. Sie müssten entweder im Kindergarten bleiben oder werden in einem neu einzurichtenden Schulkindergarten betreut. Knackpunkt sind die Räumlichkeiten.

Zwei Klassenzimmer gibt es über der Sporthalle der Grundschule. Wie die kommissarische Leiterin Ilse Carstens-Rillox wissen ließ, würde die Schule sie gerne für die Einrichtung eines Kindergartens nutzen. Zur Betreuung erklärte sie, dass pro Kind von der Landesschulbehörde 1,5 Lehrerstunden zur Verfügung gestellt werden. Die restlichen Stunden müssen diese Schüler in einer Klasse untergebracht werden.

Die Räume oberhalb der Sporthalle sind bezugsfertig, allerdings hat die Landesschulbehörde den fehlenden Fluchtweg bemängelt. Der muss nun geschaffen werden, andernfalls kann die Nutzung nicht erfolgen. Carstens-Rillox bat „dringlichst" darum, sich darum zu kümmern.

Der zuständige Bauausschuss soll die Situation bei seiner Bereisung in Augenschein nehmen. Die kommissarische Grundschulleiterin machte zudem auf die künftig steigenden Schülerzahlen und die damit entstehende Raumknappheit aufmerksam.

Stefan Miesner, allgemeiner Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters, wies im Zuge der Haushaltsberatungen darauf hin, dass notwendige Anschaffungen für die Grundschulen aus den dort entstandenen Einsparungen der letzten Jahre finanziert werden sollen.

Das sind in Sittensen rund 46.000 Euro, in Klein Meckelsen 12.000 Euro. Die Grundschule Sittensen hätte gern auch eine zweite Stelle im Zuge des freiwilligen sozialen Jahres eingerichtet. Der Ausschuss signalisierte Zustimmung.

Anne Klieber, Leiterin der Grundschule Klein Meckelsen, sprach erneut die schwierige Situation hinsichtlich des Zustandes der betagten Sporthalle und der beengten Parkplatzflächen an. Sie plädierte für ein Gesamtkonzept und die Ermittlung von Planungskosten.

Ausschussvorsitzender Klaus Huhn ging eingangs auf die Budgets der Schulen ein, die nach Größe und Schülerzahlen festgelegt sind. „Damit hat jede Schule einen eigenen Grundstock zur Verfügung", gab er zu verstehen. Für die Grundschule Sittensen sind das jährlich 49.800 Euro, für die Grundschule Klein Meckelsen 21.000 Euro, für die Kooperative Gesamtschule (KGS) mit ihren 1150 Schülern 85.000 Euro, die dortige Mediathek erhält ein Budget von 5000 Euro.

Der Direktor der KGS, Sven Evers, warb angesichts der zunehmenden Digitalisierung eindringlich darum, einen zusätzlichen Administrator für den Bereich der Schulen und Kindertagesstätten einzustellen. Miesner zufolge ist bereits eine entsprechende Stelle im Haushalt vorgesehen.

Ausschussmitglied Herbert Osterloh regte die Schaffung eines zentralen Rechnungszentrums ein, um für eine reibungslose Vernetzung zu sorgen.

Für Unmut in den Reihen des Gremiums sorgte der Ausfall der Technik im Sitzungsraum. Dadurch konnte der Haushaltsentwurf nicht per Beamer an der Leinwand dargestellt werden. Ärgerlich vor allem für die anwesenden Vertreter der Schulen, denn einen Papierausdruck gab's ebenfalls nicht.

So war es für sie schwierig, die Beratungen nachzuvollziehen. Die Ratsmitglieder hingegen sind mit einem Tablet ausgestattet und konnten damit auf das Zahlenwerk zugreifen. Gerhard Grimm hatte seinen nicht dabei und übte heftig Kritik an der mangelnden Vorbereitung durch die Verwaltung. Die gelobte Besserung. Mittags habe die Technik noch funktioniert, merkte Miesner an.

Die Schulvertreter hätten allerdings den Haushaltsentwurf bereits gerne im Vorfeld der Sitzung gehabt, um sich entsprechend vorbereiten zu können. (hm)

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