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Freitag, 23.08.2019

Kreis-Grüne gegen Kunstrasenplätze

Zentraler Tagesordnungspunkt im Rahmen der letzten Kreismitgliederversammlung von Bündnis 90/Die Grünen war ein Antrag vom Ortsverband Rotenburg und aus Sittensen gegen die Errichtung von Kunstrasenplätzen im Landkreis Rotenburg. In der Diskussion sei nach Mitteilung von Detlef Behrens von der Sittenser Ortsgruppe deutlich geworden, dass es den Grünen fundamental wichtig sei, die Umwelt des Menschen zu schützen, die ökologischen Belastungsgrenzen des Planeten zu achten und so die Lebensgrundlagen zu erhalten. Nach einer leidenschaftlichen Diskussion sei daher mit großer Mehrheit beschlossen worden, dass sich die Grünen im Kreis gegen die Errichtung von Kunstrasenplätzen und für die Errichtung und Förderung von Naturrasenplätzen aussprechen.

Zur Begründung wurde vor allem auf die "großen ökologischen und ökonomischen Probleme" verwiesen, die Kunstrasenplätze im Vergleich zu Naturrasenflächen aufweisen. Dabei gehe es vorrangig um die Versiegelung von Flächen, um den Ressourcenverbrauch für die Produktion von unnötigem Plastik und um die Plastikmüllprobleme. Unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes seien die Plastikfelder verheerend. Diese Erkenntnis, die lediglich die Kunstrasen-Hersteller vehement bestreiten würden, werde oft ausgeblendet. Weiterhin sprächen auch die enormen Erstellungskosten und die langfristigen Folgekosten gegen Kunstrasen.

Sehr folgenreich könne sich in diesem Zusammenhang der Vorschlag der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) an die Europäische Kommission auswirken, die Verwendung von Produkten, denen bewusst Mikroplastik zugesetzt wird, deutlich einzuschränken. Insbesondere schlage die ECHA vor, das Inverkehrbringen von Kunststoffgranulaten zur Verwendung in Kunststoffrasensystemen künftig zu verbieten.

"Sollte dieser ECHA-Vorschlag vom März 2019 umgesetzt werden, könnten enorme Investitionskosten für die Sanierungen der mehr als 6.000 kommunalen und sportvereinseigenen Kunststoffrasenspielfelder unterschiedlichsten Alters in Deutschland entstehen", so die Grünen, die auch darauf verweisen, dass selbst der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der DFB eine Arbeitsgruppe gebildet hätten, die sich mit „möglichen Auswirkungen von Kunststoffrasenplätzen auf die Umwelt" beschäftigen wolle.

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