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Dienstag, 15.10.2019

Störfallmanagement vorgestellt

Störfallmanagement der Autobahnpolizei war Thema des vergangenen Fernfahrerstammtisches der Polizeidirektion Lüneburg. Zu Beginn erklärte der Referent, Erster Polizeihauptkommissar Wilhelm Buhr, Leiter der Autobahnpolizei Winsen, was unter dem Begriff "Störfall" im verkehrspolizeilichen Sinne zu verstehen ist. Anhand der interessanten Ausführungen wurde schnell deutlich, dass darunter alle Behinderungen des Verkehrsflusses wie liegengebliebene Fahrzeuge, stockender Verkehr, Gegenstände auf der Fahrbahn oder Verkehrsunfälle zu fassen sind.

Eine wichtige Aufgabe der Polizei ist es, für die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs zu sorgen. Dabei nimmt sie nicht nur die handelnde Position, sondern auch eine beratende Stellung ein. So zum Beispiel im Bereich der Baumaßnahmen auf Bundesautobahnen. Vor etwa 15 Jahren war das Vorgehen bei verschiedensten Einsatzsituationen noch völlig anders als heute. Jedoch habe man die Zeichen der Zeit erkannt und entsprechend reagiert, so Buhr.

Einsatzabläufe seien optimiert und für technisches Equipment gesorgt worden. Die Interventionszeit sei bereits erheblich verkürzt werden. Gemeinsam mit anderen Rettungs- und Hilfsdiensten, welche in Autobahnnähe stationiert sind, werden regelmäßig Erfahrungen ausgetauscht. Dabei zeigte sich, dass alle Seiten voneinander profitieren und lernen können. Auch im Rahmen der Fernfahrerstammtische oder anderen Präventionsveranstaltungen könne die Polizei wichtige Informationen für das Störfallmanagement gewinnen, führte Buhr näher aus.

Abschließend stellte er deutlich heraus, dass die Vermeidung von Verkehrsstörungen auf Autobahnen oberste Priorität für das polizeiliche Handeln hat. Eine Stockung oder ein Stau berge immer ein hohes Risiko für einen Unfall, was möglichst zu vermeiden sei. Dafür bediene man aktuell alle Möglichkeiten, um dies zu verhindern oder entsprechend zu beeinflussen. Zum Beispiel würden Verkehrsinformationen in den sozialen Medien verbreitet oder auch aktive Verkehrswarneinrichtungen oder Leitsysteme installiert.

Ist es erst einmal zu einem Zwischenfall gekommen, gilt es diesen so schnell wie möglich zu beseitigen. Dabei ist jedoch auch ein hohes Maß an Professionalität gefragt. Denn die polizeiliche Ursachenforschung oder Ermittlung zum Verkehrsunfall darf nicht beeinträchtigt werden. Aber auch dabei könne man sich neuester Technologien bedienen, berichtete Buhr. So stehe zum Beispiel eine Drohne zur Verfügung. Mit dieser sei es möglich, schnell und unkompliziert gestochen scharfe Bilder von der Unfallstelle zu fertigen. Dadurch könne man die Unfallaufnahme erheblich beschleunigen.

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