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Freitag, 18.10.2019

Schülerbeförderung weiterhin mit Problemen

Auch vier Wochen nach dem Start der Schülerbeförderung läuft noch nicht alles rund im neuen Busnetz. Manche Busse sind zu voll, halten den Fahrplan nicht ein, Anschlüsse werden verpasst, Schülerinnen und Schüler kommen zu spät zum Unterricht. Zwar werden nach Mitteilung des Landkreises Rotenburg eingehende Beschwerden sofort an die Busunternehmen weitergeleitet, gemeinsam Lösungsvorschläge erarbeitet und auch schon teilweise umgesetzt, nicht jede Lösung lässt sich aber sofort realisieren. Das sei dann sehr unbefriedigend für alle Betroffenen.

Seit einem Monat stehen laut der Landkreisverwaltung die Telefone im Schulamt nicht mehr still. Zwischendurch seien bis zu neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingesetzt worden, um die eingehenden Beschwerden systematisch zu erfassen und mit den beiden Konzessionären, im Nordkreis die Bustochter der EVB, im Südkreis Weser-Ems-Bus, zu besprechen. Manche Änderungen im Betrieb oder zu Haltestellen seien bereits umgesetzt worden. Auf einigen Linien werden demnach zusätzliche oder größere Busse eingesetzt. Umfangreiche Änderungen im Fahrplan seien aber frühestens mit den Herbstferien möglich, da die Busunternehmen ihre Fahrpläne von der Landesnahverkehrsgesellschaft genehmigen lassen müssen.

Um weiterhin eingehende Beschwerden effektiv abarbeiten zu können, bittet der Landkreis um Hinweise per E-Mail an schuelerbefoerderung@lk-row.de. So werde sichergestellt, dass keine Informationen verloren gingen und seitens des Schulamtes bei den Unternehmen nachgehakt werden könne, bis die Probleme auch tatsächlich behoben seien. Dabei sollten die Angaben so konkret wie möglich sein (Liniennummer, Busfahrt, Haltestelle und Uhrzeit).

Darüber hinaus sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schulamtes auch weiterhin über die zentrale Telefonnummer 04261 983-2626 zu erreichen, die EVB unter 04281 94415 sowie Weser-Ems-Bus unter 0421 308970.

In diesem Jahr sind die Anlaufschwierigkeiten nach den Sommerferien besonders groß, weil der Landkreis europarechtlich gezwungen war, das gesamte Busnetz zum 1. August 2019 neu zu vergeben. Zudem wurde dieser Stichtag dazu genutzt, das über Jahrzehnte gewachsene Netz von einem Verkehrsplanungsbüro überarbeiten zu lassen. Insbesondere der zunehmende Nachmittagsunterricht und die Einführung neuer Schulformen als zusätzliche Wahlmöglichkeit hatten die Verbindungswünsche in den letzten Jahren sehr komplex werden lassen. Eine Bündelung der gewünschten Verbindungen wurde dadurch unerlässlich.

Die Schulen waren deshalb ab 2016 frühzeitig in mehreren Besprechungen darum gebeten worden, ihre Schulanfangs- und Schlusszeiten zu synchronisieren und im Sekundarbereich die Stundenpläne grundsätzlich an einen Doppelstundenrhythmus anzupassen. Bei den weiterführenden Schulen sollten so die Anfahrten stets zur 1. Stunde, Rückfahrten grundsätzlich nach der 6. und 8. Stunde, bei Bedarf auch nach der 10. Stunde, gebündelt werden können. Allein für Grundschulkinder sollten zusätzliche Fahrten zur 2. sowie nach der 4. und 5. Stunde eingerichtet werden. Für die weiterführenden Schulen stellen diese Änderungen allerdings eine große Herausforderung dar. Deshalb lädt der Landkreis im Herbst sämtliche Schulen erneut ein, um über Verbesserungsmöglichkeiten zu sprechen und gemeinsam daran zu arbeiten, dass Schülerbeförderung und Schulzeiten gegenseitig noch mehr Rücksicht aufeinander nehmen.

Das neue Busnetz hat in vielen Fällen zu Fahrtzeitreduzierungen geführt. Diese lassen sich aber nur verwirklichen, wenn die engagierten Busfahrerinnen und Busfahrer in die Lage versetzt werden, den Fahrplan auch einhalten zu können. Dazu wollen Busunternehmen und Landkreis an einem Strang ziehen.

 

 

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