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Mittwoch, 19.02.2020

Dorfhelferinnen informieren Landfrauen

Anke Dittmers koordiniert die Arbeit in den Dorfhelferinnenstationen Bremervörde und Rotenburg als Einsatzleiterin. Im Rahmen der Generalversammlung des Sittenser Landfrauenvereins berichtete sie über ihre Aufgaben, informierte über den Beruf der Dorfhelferin und gab Einblicke in die Weiterbildungsvoraussetzungen.

Das Evangelische Dorfhelferinnenwerk Niedersachsen e. V. ist eine diakonische Einrichtung mit Sitz in Hannover und übernimmt die Vermittlung der ausgebildeten Dorfhelferinnen. Was ursprünglich als Haushaltshilfe überwiegend für landwirtschaftliche Familien konzipiert war, wird inzwischen auch im städtischen Umfeld und von Ein-Eltern-Familien mehr und mehr benötigt. Die Beratung der Familien und die Koordination der Einsätze werden von den Einsatzleitungen der Dorfhelferinnen-Stationen vor Ort übernommen.

Die professionell ausgebildeten Dorfhelferinnen vertreten die haushaltsführende Person, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen den Haushalt ausfällt. Für eine begrenzte Zeit von einigen Tagen bis zu mehreren Wochen übernehmen die Dorfhelferinnen das Familienmanagement. Sie passen sich mit ihren pädagogischen, pflegerischen und hauswirtschaftlichen Fähigkeiten flexibel an die Gewohnheiten der jeweiligen Familien an. Innerhalb von 14 Monaten werden die angehenden Dorfhelferinnen auf ihren Berufsalltag als Dorfhelferin vorbereitet.

Weiterbildung im Angestellten-Verhältnis

Seit 2019 findet Blockunterricht in Loccum statt, außerdem wechseln sich Eigenlernzeiten zu Hause mit diversen, möglichst wohnortnahen Praktika ab. Den Abschluss stellt die Prüfung vor der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zum Titel: „Geprüfte Fachkraft für Haushaltsführung und Familienbetreuung in Haushalten landwirtschaftlicher Betriebe (Dorfhelferin/Dorfhelfer)" dar.

Neu ist die Möglichkeit, dass Kursteilnehmerinnen schon während der Weiterbildung eine Anstellung als „Dorfhelferin in Weiterbildung" in Teilzeit beim Evangelischen Dorfhelferinnenwerk Niedersachsen in Anspruch nehmen können. Ansonsten kann die Weiterbildung parallel zur Beschäftigung beim bisherigen Arbeitgeber durchgeführt werden. „Im September letzten Jahres konnten wir einen Weiterbildungskurs zur Dorfhelferin mit zehn Teilnehmerinnen beginnen. Eine deutlich größere Anzahl als in den Vorjahren", freute sich Dittmers, die das auch auf die Möglichkeit der Teilzeitanstellung während der Seminarzeit zurückführt. Die Finanzierung eines Dorfhelferinnen-Einsatzes hängt von den Bestimmungen der Sozialversicherungsträger der betreffenden Haushalte ab.

Sabine Lange aus Sittensen ist seit 2003 als Dorfhelferin tätig und nach einer sechsjährigen Elternzeit seit 2018 in Teilzeit wieder im Einsatz. Auch sie berichtete den Landfrauen von ihren Erfahrungen.

Anke Dittmers ist telefonisch in der Zevener Geschäftsstelle des Kreisverbandes des niedersächsischen Landvolks unter: 04281/821106 zu erreichen. Weitere Infos gibt es auch unter: www.dhw-nds.de (hm)

Foto: Anke Dittmers (links) und Sabine Lange informierten über die Arbeit und die Weiterbildung zur Dorfhelferin.

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