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Dienstag, 28.01.2020

Landkreis stellt neue Amtsleiterinnen vor

Zwei neue Amtsleiterinnen haben am 1. Januar beim Landkreis Rotenburg ihren Dienst angetreten, Frauke Brummund-Gischow beim Rechtsamt und Dr. Emese Stauke beim neu geschaffenen Amt für Digitalisierung und IT.

Frauke Brummund-Gischow ist schon länger innerhalb der Landkreisverwaltung tätig. Nach dem Jura-Studium in Bremen und dem anschließenden Referendariat startete sie ihre Karriere 2011 im Jobcenter und arbeitete seit 2014 auch im Rechtsamt. Nach dem Weggang des langjährigen Amtsleiters Jürgen Meyer übernahm sie zum 1. Januar das personell kleinste Amt des Landkreises, das sich jährlich um circa 250 neue Klageverfahren im einstweiligen Rechtsschutz kümmert und zusätzlich die noch nicht abgeschlossenen Verfahren aus den Vorjahren bearbeitet. Mit zwei Mitarbeiterinnen ist sie der „Rechtsanwalt" des Landkreises, bietet also keine Rechtsberatung für Bürgerinnen und Bürger an.

Eine Aufgabe des Rechtsamtes ist das Führen sämtlicher gerichtlicher und außergerichtlicher Rechtsstreitigkeiten des Landkreises. Ausgenommen sind leistungsrechtliche Verfahren aus dem Bereich des SGB II, die vom Jobcenter bearbeitet werden. Dazu kommt die rechtliche Beratung der einzelnen Fachämter und die gerichtliche Vertretung des Landkreises in allen Instanzen. „Frauke Brummund-Gischow ist genau die richtige Amtsleiterin für uns, sie hat viel Erfahrung und kennt die Themenbereiche und Ansprechpartner", betont Heike von Ostrowski als zuständige Dezernentin.

Brummund-Gischow freut sich über das entgegengebrachte Vertrauen und darauf, „den Landkreis mit meinem engagierten und motivierten Team kompetent rechtlich beraten und unterstützen zu können." Auf der Agenda steht auch das Thema Digitalisierung, also die elektronische Akte und der elektronische Rechtsverkehr mit den Gerichten, die in Zukunft die Papierakten ersetzen sollen.

Unter anderem dafür ist seit dem 1. Januar auch Dr. Emese Stauke zuständig, die im neu geschaffenen Amt für Digitalisierung und IT entsprechende Strukturen schaffen soll. Dort wurden die Bereiche e-Verwaltung (Dokumentenmanagement und Geodatenservice) und IT (Infrastruktur Service, Datenschutz und Datensicherheit) zusammengefasst.

„In den letzten Jahren haben wir uns schon viel mit der Digitalisierung der Verwaltung beschäftigt und einiges auf den Weg gebracht, aber es gab verschiedene Ansprechpartner und damit auch unterschiedliche Entscheidungswege. Mit der Bündelung der Aufgaben soll eine schlanke Struktur geschaffen werden, die Themen im Projektmanagementplan bündelt und den Ämtern hilfreich zur Seite steht", so der zuständige Dezernent Sven Höhl.

Dr. Emese Stauke arbeitete zuletzt an der Universität Bremen im Fachbereich „Mathematik und Informatik". Sie forschte zu Bildungstechnologien und eGovernment und lehrte zum Thema IT-Management. Für ihre Promotion ging sie der Frage nach, welche Daten für die Leistungsbeurteilung von Lernenden notwendig sind und wie man diese Daten auf den unterschiedlichen Ebenen des Schulsystems aufbereiten und zur Verfügung stellen könnte.

Mit ihren 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeitet Dr. Stauke an einer Optimierung der Arbeitsprozesse. In den letzten Jahren wurde innerhalb der Verwaltung schon vieles umgesetzt und angestoßen. So sind die Kreisverwaltung und die Gemeinden beispielsweise mit Land und Bund über das Landesnetz NVN verbunden, die IT-Struktur wurde 2014 mit der Errichtung eines Ausfallrechenzentrums zukunftssicher ausgebaut, es sind 63 softwaregestützte Fachverfahren im Einsatz, die politischen Gremien arbeiten vollständig digital, die Arbeitsplätze sind mit virtuellen Desktops ausgestattet. Dazu ist ein ämterübergreifendes Dokumentenmanagementsystem (DMS) im Einsatz, ebenso wie das elektronische Vergabeportal und die e-Rechnung. Die eAkte wird zurzeit ämterübergreifend eingeführt, ebenso wie die elektronische Zulassung von Fahrzeugen. Daneben werden in den kreiseigenen Schulen noch rund 2090 PCs, Notebooks und Whiteboards betreut.

„Nach den neuen Vorgaben aus der Politik wird sich das Tempo der Umsetzung der Digitalisierung noch weiter erhöhen, und die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger nach digitalen Angeboten der Kreisverwaltung werden deutlich zunehmen", erläutert Dr. Stauke. „Mit dem neuen Amt sind wir gut aufgestellt, um diese Herausforderungen zu meistern."

Foto: Dezernentin Heike von Ostrowski, Frauke Brummund-Gischow, Dr. Emese Stauke und Erster Kreisrat Sven Höhl (von links).

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