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Mittwoch, 19.02.2020

Repair-Café: Helfer gesucht

Reparieren statt Wegwerfen, organisierte Hilfe zur Selbsthilfe, gemeinsames Werkeln und Tüfteln, fachkundige Beratung, nette Begegnungen, persönlicher Austausch: Das steht hinter Repair-Cafés, die es inzwischen zu Hunderten in Deutschland gibt. In Sittensen möchten Piet van Zeijl und Jochen Gessner im „Café Einblick" in der Bahnhofstraße 18 neben der Tafel-Ausgabestelle eine solche Reparaturinitiative ins Leben rufen.

Wer defekte Alltagsgegenstände wie elektrische Kleingeräte, Möbel- oder Kleidungsstücke, Spielzeug, Laptop oder PC wieder nutzbar machen möchte, kann dort unter der Anleitung ehrenamtlich tätiger Reparaturprofis Hilfe finden. Oder es gibt Rat und Unterstützung bei der Beschaffung von Ersatzteilen. Besucher bringen ihr zu reparierendes Teil mit und machen sich im Repair-Café gemeinsam an die Arbeit.

„Auch der Kommunikationsgedanke steht bei unserer Initiative im Vordergrund. Man knüpft Kontakte und kommt miteinander ins Gespräch", sagt Jochen Gessner. „Wir sind keine Entsorgungsstation und geben auch keine Garantien. Was nicht repariert werden kann, muss wieder mitgenommen werden. Wir stellen das Wissen und das Werkzeug zur Verfügung und stehen beratend und unterstützend zur Seite", ergänzt Piet van Zeijl, der nach dem Ende seiner Berufstätigkeit als Feinwerktechniker über freie Zeit verfügt, die er gerne in das Projekt mit einbringen möchte.

Die Idee dazu hatte er schon länger. Nach der Kontaktaufnahme zum Seniorenbeirat kam er zu Diakon Jochen Gessner, der im „Café Einblick" auch ein Büro hat, in dem er zweimal wöchentlich allgemeine Sozialberatung anbietet. Träger dessen ist ebenso wie für die Tafel-Ausgabestelle das Diakonische Werk Bremervörde-Zeven.

Auch das Thema Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Aspekt. Reparieren statt Wegwerfen lautet die Devise. „Es wird zu viel weggeworfen", wissen die beiden Männer. „Leider ist das Reparieren bei den meisten Menschen aus der Mode gekommen. Sie wissen nicht mehr, wie das geht", haben sie festgestellt. Viele Gegenstände haben nur eine kurze Lebensdauer. Repair-Cafés sind daher nicht-kommerzielle Treffen mit dem Ziel, die Nutzungsdauer von Gebrauchsgütern zu verlängern, dadurch Müll zu vermeiden und Ressourcen zu sparen. „Manche Lieblings- und Erinnerungsstücke können durch kleine Reparaturen länger erhalten bleiben", so van Zeijl und Gessner.

Die Zwei suchen nun versierte Mitstreiter, die handwerkliche Fertigkeiten auf verschiedenen Gebieten mitbringen und Zeit und Lust hätten, im Repair-Café ehrenamtlich mitzuarbeiten. Der Start ist im März vorgesehen, zunächst einmal monatlich, vielleicht an einem Samstagvormittag. Das soll aber noch mit den potenziellen Helfern abgestimmt werden. Auch Werkzeug wird noch gebraucht.

Interessierte dürfen sich gerne bei Piet van Zeijl, Telefon: 04282/6347498, Mail: pvanzeijl@gmail.com, Jochen Gessner, Telefon: 04282/5942711, Mail: jochen.gessner@kkbz.de, melden.

Repair-Café ist eine Initiative von Martine Postma. Seit 2007 setzt sie sich auf verschiedene Arten für Nachhaltigkeit auf lokaler Ebene ein. Das erste Repair-Café ging 2009 in Amsterdam erfolgreich an den Start. (hm)

Foto: Jochen Gessner (links) und Piet van Zeijl möchten ein „Repair-Café" im „Cafe Einblick" neben der Tafel einrichten.

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