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Samstag, 08.08.2020

Verwaltung hat neue Büroräume bezogen

Die räumliche Enge im Sittenser Rathaus hat jetzt ein wenig Entzerrung erfahren. Denn: Seit dem 1. Juli sind die Arbeitsbereiche Kindertagesstätten, Schulen und Soziales in zusätzlichen Büroräumen untergebracht, die sich im ersten Obergeschoss des Gebäudes Am Markt 9, direkt neben dem Rathaus, befinden und die von der Samtgemeinde angemietet wurden.    

Diese neue „Stabsstelle" hat Samtgemeindebürgermeister Jörn Keller zum 1. Februar eingerichtet und damit vom Fachbereich Ordnungsamt ausgegliedert. „Den Bereichen Schulen und Kindergärten kommt eine immer größere Bedeutung zu, der wir auch gerecht werden wollen. Die Einrichtungen sind über die Jahre gewachsen, inzwischen sind zum Beispiel im Kitabereich über 80 Mitarbeiter angestellt. Die Samtgemeinde ist Träger von drei Schulen und nunmehr sechs Kindertagesstätten. Die Trägerschaft der Kitas haben wir nicht nur übernommen, sondern wollen sie auch für die Zukunft behalten. Insofern treffen wir uns regelmäßig mit den Leitungen, um uns austauschen. Die Kommunikation verläuft sehr positiv", führt Keller aus.

Langjährige Mitarbeiter

In den neuen Büroräumen sind drei Mitarbeiter tätig. Die Stabsstelle wird von Ralf Blanken, der für die Bereiche Schulen und Soziales zuständig ist, geleitet, Sandra Brunkhorst arbeitet sowohl im Ressort der Kindertagesstätten als auch für das Standesamt, Stefanie Brandt kümmert sich ebenfalls um den Arbeitsbereich Kindertagesstätten. Blanken hat seinen Dienst bei der Samtgemeinde 1991 in der Bauverwaltung begonnen, Brunkhorst ist seit ihrer Ausbildung 1999 dort beschäftigt, Brandt seit 2003, ebenfalls mit Beginn ihrer Ausbildung. „Langjährig beschäftigte Mitarbeiter zeichnen unsere Verwaltung aus. Wir haben eine niedrige Fluktuation", unterstreicht Keller, der im November letzten Jahres seine Tätigkeit als Samtgemeindebürgermeister und damit Chef der Verwaltung aufgenommen hat.

Mehr Raum und Schutz für persönliche Gespräche und Daten

Die neuen Räumlichkeiten – drei Büros, jeweils ein Besprechungs-, Technik- und Sanitärraum sowie eine kleine Küche - verteilen sich auf einer Fläche von 127 Quadratmetern. Jeder Arbeitsplatz befindet sich im eigenen Büro. So bleiben persönliche Gespräche und Daten hinter der verschlossenen Tür, die Mitarbeiter können sich noch besser auf die Anliegen ihrer Kunden konzentrieren, auch weil störende Nebengeräusche wegfallen.

Zum größten Teil konnte das bisherige Mobiliar übernommen werden, ergänzt wurde es mit Möbeln aus dem ehemaligen Volksbankgebäude, das im Besitz der Samtgemeinde steht. „Wir haben uns bemüht, die Einrichtung im Hinblick auf die finanzielle Situation der Samtgemeinde aus eigenen Bordmitteln zu gestalten, auch beim Umzug, bei dem der Bauhof tatkräftig geholfen hat, haben wir mit Hand angelegt. Lediglich Leitungen für unsere technische Ausstattung mussten teilweise neu verlegt werden", lässt Ralf Blanken wissen.

Die „Stabsstelle" ist zu den gewohnten Zeiten des Rathauses geöffnet. Besucher sollten am Eingang des Gebäudes Am Markt 9 klingeln (Schild Samtgemeinde Sittensen). In der Zeit der Corona-Pandemie sind telefonische Terminvereinbarungen zu Gesprächen und Beratungen gerne gesehen.

Meldeamt im speparaten Büro

Im Rathaus kann nun durch den freigewordenen Platz das Meldeamt mit einem Einzelplatz separat räumlich untergebracht werden. Gerade in diesem Bereich kommt es zu einem Austausch von sensiblen Daten, die nun in einer entsprechend vertraulichen Atmosphäre behandelt werden können.

Zum Fachbereich Ordnungsamt, der von Stefan Miesner geleitet wird, gehören somit das Einwohnermeldewesen, Gewerbeamt und Standesamt.

Verkaufsverhandlungen Volksbankgebäude auf der Zielgeraden

Die Mietdauer der neuen Büroräume ist zunächst auf drei Jahre beschränkt. „Es ist unser Ziel, nicht verlängern zu müssen", so der Samtgemeindebürgermeister. Nach dem Mehrheitsbeschluss des Samtgemeinderates soll ein neues Rathaus im ehemaligen Volksbankgebäude entstehen. Derzeit steht die Samtgemeinde jedoch in Verkaufsverhandlungen mit einer Gruppe von Ärzten, die sich in der Börde niederlassen möchte und ein Gesundheitszentrum mit haus- und fachärztlicher Versorgung plant. „Die Gespräche befinden sich auf der Zielgeraden. Der Kaufvertragsentwurf liegt vor. Ich bin positiv gestimmt, dass der Samtgemeinderat den Verkauf in seiner Sitzung am 10. September beschließen könnte", gibt sich Keller optimistisch.

Neuer Rathaus-Standort?

Kommt es zu einem Verkauf des Volksbankgebäudes, muss die Politik über einen neuen Rathaus-Standort entscheiden. Die Verwaltung ist sich indes einig: „Wir favorisieren den Bereich Am Markt, da würden wir gerne bleiben", sagt Keller, weiß aber, dass es auf der jetzigen Fläche nach dem neuen Bebauungsplan nicht möglich ist.

Wo könnte ein neues Rathaus dann hin? Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gibt es das alte Apothekengebäude und die ehemalige Bäckerei Wilkens, die im Besitz der Gemeinde Sittensen stehen. Bürger machen sich für den Erhalt der ihrer Meinung nach ortsbildprägenden Häuser stark, die Planungsgemeinschaft Nord (PGN) aus Rotenburg als ein potenzieller Investor hat ein mögliches Nutzungskonzept vorgestellt, das den Abriss der beiden Gebäude vorsieht, der Gemeinderat hat die Durchführung eines studentischen Wettbewerbes für das gesamte Marktplatzgebiet beschlossen. Das Thema bleibt spannend. (hm)

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