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Mittwoch, 30.09.2020

Samtgemeinden in Förderprogramm aufgenommen

Gute Nachrichten hatte Monika Scherf, Leiterin des Amtes für regionale Landesentwicklung Lüneburg, am 9. September bei ihrem Besuch in Zeven im Gepäck. Denn: Die Landesbeauftragte überreichte an die Bürgermeister der vier Samtgemeinden -  Zeven (Henning Fricke), Tarmstedt (Frank Holle), Sittensen (Jörn Keller), Selsingen (Gerhard Kahrs) - der Region Börde Oste-Wörpe den Aufnahmebescheid für das Städtebauförderungsprogramm „Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Orts- und Stadtkerne" des Landes Niedersachsen. Die Samtgemeinden kooperieren für eine gemeinsame Sanierung und bekommen nun eine erste Fördermittelrate in Höhe von 16.000 Euro.

Das Geld soll unter anderem dafür verwendet werden, unter Beteiligung der Bürger ein interkommunales, überörtliches Entwicklungs- und Handlungskonzept zu erarbeiten und wichtige Planungsschritte einzuleiten. „Ich freue mich, dass die Planung hier auf so ein gutes Fundament gestellt wird und bin sehr optimistisch, dass für die Samtgemeinden und die Region etwas sehr Positives dabei heraus kommt", sagte Monika Scherf bei der Bescheidübergabe.

Die Vorbereitungsmaßnahmen werden voraussichtlich ein Jahr dauern, erst dann sollen die im Konzept definierten Maßnahmen mit Fördermitteln realisiert werden. „Wir freuen uns, dass die Region Börde Oste-Wörpe in das Städtebauförderprogramm aufgenommen wurde. Insbesondere freuen wir uns, dass unser Antrag auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Wir erhalten so die Chance, unsere Orts-und Stadtzentren zukunftsfest fortzuentwickeln. Eine wirklich jetzt noch lohnendere Aufgabe, insbesondere im Zuge des demografischen Wandels und der Corona-Pandemie" so die vier Bürgermeister übereinstimmend.

Vor der Aufnahme ins Programm hatten die Samtgemeinden durch Vorlage einer sogenannten Entwicklungsstrategie ihre Situation dargestellt und Problempunkte benannt. Demnach haben die meisten Probleme ihre Ursache in der Überalterung der Bevölkerung und der Zunahme von Leerständen. Außerdem fehle es in vielen Orten inzwischen an Geschäften mit Gütern des täglichen Bedarfs.

„Das Konzept wird die Probleme genau definieren und die notwendigen Maßnahmen auf den Punkt bringen", so Scherf. Das Besondere an der Städtebauförderung sei, dass es als langjährige Projektförderung angelegt ist und die Fördermittel jedes Jahr in Teilbeträgen bewilligt werden. Eine umfangreiche Sanierung wie sie in den Samtgemeinden Zeven, Tarmstedt, Sittensen und Selsingen zu erwarten ist, wird sich voraussichtlich über geplant acht Jahre hinziehen.

Hintergrund:

Städtebauliche Erneuerungsvorhaben werden im öffentlichen Interesse durchgeführt und aus Mitteln des Bundes und des Landes grundsätzlich mit zwei Dritteln der zuwendungsfähigen Kosten unterstützt. Das letzte Drittel muss die Gemeinde aus Eigenmitteln aufbringen.

In den elf Landkreisen des Amtsbezirks Lüneburg gibt es aktuell 69 laufende städtebauliche Erneuerungsvorhaben. Landesweit sind es sogar mehr als 280 Verfahren. Einige stehen kurz vor dem Abschluss, andere haben erst in diesem Jahr begonnen.

Die Städtebaufördermittel haben sich in den letzten Jahren erhöht. Haben Bund und Land in 2006 für Niedersachsen zusammen noch rund 33 Millionen Euro bereitgestellt, waren es in 2020 schon rund 121 Millionen Euro an Städtebaufördermitteln.

Foto (B. Albers): Christoph Reuther (Wirtschaftsförderer SG Zeven), Jörn Keller (Samtgemeindebürgermeister Sittensen), Niklas Tessmann (Wirtschaftsförderer SG Sittensen), Monika Scherf (Landesbeauftragte), Gerhard Kahrs (Samtgemeindebürgermeister Selsingen), Ulrike Jungemann (Stabstelle Wirtschaftsförderung Landkreis Rotenburg Wümme), Henning Fricke (Samtgemeindebürgermeister Zeven), Frank Holle (Samtgemeindebürgermeister Tarmstedt).

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