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Montag, 28.09.2020

Diakonieklinikum Rotenburg ist Perinatalzentrum Level II

Eltern eines Frühchens durchleben eine emotionale Reise mit Höhen und Tiefen, Sorgen und Freude, Ängsten und Hoffnung. Umso wichtiger ist es, dass es für frühgeborene Kinder und ihre Eltern eine wohnortnahe Versorgung auf hohem ärztlichen und pflegerischen Niveau gibt. Aus diesem Grund hat die Geschäftsleitung des Agaplesion Diakonieklinikums Rotenburg alles darangesetzt, um Frühgeborene ab einem Gewicht von 1.250 Gramm oder ab der 29. Schwangerschaftswoche behandeln zu können: Das Diakonieklinikum erfüllt dank der neu aufgestellten Teams der Frauen- und Kinderklinik die strengen, gesetzlichen Auflagen dafür und ist Perinatalzentrum Level II.

Die Bezeichnung Perinatatalzentrum bezieht sich auf die Versorgung von Früh- und Neugeborenen. Der Level beschreibt die Versorgungsstufe. Level II ist die zweithöchste Stufe, das Rotenburger Diakonieklinikum das einzige Krankenhaus in seinem großen Einzugsgebiet mit diesem Level. Schwangere mit Risiko auf eine Frühgeburt oder mit schwangerschaftsspezifischen und schweren Begleiterkrankungen müssen nicht mehr den Weg bis nach Bremen, Hamburg oder Hannover auf sich nehmen.  

„Sehr früh geborene Kinder brauchen eine besondere Versorgung und Betreuung, die wir in unserem großen Krankenhaus wieder erfüllen können. Mit der großen Sorge um das zu früh geborene Kind auch noch weit von zu Hause weg sein zu müssen, macht die Situation für die Familien um ein Vielfaches schlimmer. Die Strukturen, die wir für die Frühgeborenen etablieren, kommen natürlich allen kranken Neugeborenen zugute", erklärt Dr. Christof Kluthe, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche.

Er hat im April die Leitung der Klinik übernommen und arbeitet eng mit Dr. Wladimir Pauker zusammen, der seit Ende 2019 die Frauenklinik leitet. Damit sind beide Kliniken personell so gut aufgestellt, dass die erforderlichen Qualifikationen erfüllt werden. „Dies zählt zu einem der erforderlichen Kriterien", erläutert Dr. Pauker. „Neben den Präsenzpflichten zählt die spezielle fachliche Qualifikationen von Ärzten, Pflegern und Hebammen zu den Mindestanforderungen, um Frühgeborene ab 1.250 Gramm oder ab der 29. Schwangerschaftswoche sowie ihre Mütter auf hohem medizinischen Niveau wohnortnah versorgen zu können."

Das sind hohe Anforderungen an eine Klinik. „Aber wir sind uns sicher, dass sich diese Anstrengungen für die betroffenen Eltern und Kinder mehr als auszahlen. Wir kümmern uns um die Sicherheit in der medizinischen Versorgung. Bindung und Muttermilch kommen von den Eltern. Unsere Aufgabe ist es, den Familien dies auch in der Ausnahmesituation der Frühgeburt sicher zu ermöglichen", sind sich Dr. Pauker und Dr. Kluthe einig und stellen die individuellen Bedürfnisse der Kinder, die sich zu früh auf den Weg in die Welt machen und ihrer Familien in den Mittelpunkt ihres Handelns. Aus diesem Grund liegen weitere Schwerpunkte auf der Nachsorge und der interdisziplinären Zusammenarbeit: Das Diakonieklinikum ist bestmöglich vorbereitet und ermöglicht über das Sozialpädiatrische Zentrum eine gezielte Nachsorge unter Einbeziehung aller Beteiligten.

Die strengen Mindestanforderungen sind durch die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses festgelegt und beziehen sich des Weiteren auf räumliche Vorgaben, Geräteausstattung der neonatologischen Intensivplätze, Vorhalten verschiedener, ärztlicher Fachrichtungen und nicht-ärztlicher Dienstleistungen sowie psychosozialer Betreuung der Eltern und ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement.

Fotos: Dr. Christof Kluthe, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche.

Dr. Wladimir Pauker, Chefarzt der Frauenklinik.

Weitere Informationen unter www.diako-online.de

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