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Mittwoch, 24.02.2021

Dezentrales Impfen an zwei Standorten

Das Impfzentrum des Landkreises Rotenburg/Wümme in Zeven hat am 15. Februar seinen Betrieb aufgenommen, die mobilen Teams impfen seit dem 1. Januar in den Alten- und Pflegeheimen sowie beim Rettungsdienst, den mobilen Pflegediensten, in Krankenhäusern und Hospiz. Für Menschen über 80 Jahre, die nicht in der Nähe von Zeven wohnen, kann die Anfahrt teilweise lang und beschwerlich sein. Deshalb plant der Landkreis zusammen mit einigen Städten und Gemeinden auch dezentral zu impfen. Gestartet werden soll nach Mitteilung der Kreisverwaltung in der zweiten Märzwoche in Visselhövede und der Samtgemeinde Geestequelle.

Der Landkreis Rotenburg (Wümme) ist ein großer Flächenlandkreis, weshalb die Anfahrt zum Impfzentrum nicht für alle Bewohnerinnen und Bewohner in kurzer Zeit zu schaffen ist. Zwar ist das Impfzentrum in Zeven in der Mitte des Landkreises angesiedelt, doch gerade für die über 80-Jährigen, die zurzeit gegen Corona geimpft werden und oft gesundheitlich beeinträchtigt sind, ist der Weg teilweise zu lang und beschwerlich oder auch schwer zu organisieren. Deshalb beabsichtigt der Landkreis schon seit einiger Zeit, in einigen Gemeinden auch vor Ort zu impfen, damit möglichst viele Menschen dieser Altersgruppe ein akzeptables Impfangebot bekommen und vor einer Covid-19 Infektion geschützt werden können.

„Die Vorteile liegen auf der Hand", erläutert Landrat Hermann Luttmann. „Die lange Anfahrt entfällt, man ist in seinem gewohnten Umfeld und kennt die Menschen vor Ort. Auf diese Art und Weise ermöglichen wir mehr Menschen in dieser Altersgruppe, sich für eine Impfung zu entscheiden."

Der Landrat hatte deshalb bereits Ende Januar erstmals beim Sozialministerium für eine dezentrale Lösung geworben und dies auch mit den Hauptverwaltungsbeamten im Landkreis besprochen. Nachdem Ende letzter Woche immer noch keine Zustimmung vorlag, aber andere Landkreise ankündigten, dezentral impfen zu wollen, wurde am Montag anlässlich einer Besprechung aller Hauptverwaltungsbeamten im Landkreis mit den Bürgermeistern der Stadt Visselhövede und der Samtgemeinde Geestequelle vereinbart, dort möglichst bald mit dem Impfen zu beginnen. Am Mittwoch wurde bekannt, dass das Land nunmehr dezentrale Impfungen in den Landkreisen für die über 80-jährigen Menschen zulässt.

Eine dezentrale Impfung kommt nach derzeitigem Planungsstand für die Städte, Gemeinden und Samtgemeinden in Frage, in denen die Bürgerinnen und Bürger Anfahrtszeiten von deutlich über 30 Minuten zum Impfzentrum nach Zeven haben.

Gestartet werden soll ab dem 8. März zunächst in Visselhövede und der Samtgemeinde Geestequelle, genaue Informationen zu Terminen und Örtlichkeiten werden noch bekannt gegeben.

Die Räume werden von der Stadt und der Samtgemeinde bereitgestellt. Sie organisieren den Ablauf mit eigenem Personal, informieren die Bürgerinnen und Bürger, für die ein solches Angebot in Frage kommt und nehmen auch die Anmeldungen entgegen. Die Impfungen selber werden von den mobilen Impfteams des Impfzentrums des Landkreises durchgeführt, die dann zur festgelegten Zeit vor Ort sind.

Auch in anderen Gemeinden des Landkreises soll dieses Konzept umgesetzt werden. Dazu haben weitere Bürgermeister schon grundsätzliche Zustimmung signalisiert. „In den Gemeinden, von denen aus Zeven gut zu erreichen ist, wird ein dezentrales Impfangebot nicht nötig sein", so Luttmann. „Erst einmal freue ich mich, dass wir mit Visselhövede ganz im Süden und der Samtgemeinde Geestequelle ganz im Norden unseres Landkreises ein wohnortnahes Impfangebot umsetzen."

„Ich freue mich, dass der Landkreis die Anregung aus den Kommunen aufgenommen und unterstützt hat und jetzt in dezentralen Impfzentren unserer besonders gefährdeten Bevölkerung die Möglichkeit zu einer wohnortnahen Impfung angeboten werden kann. Ich erwarte durch die bessere Erreichbarkeit eine höhere Impfquote. Die Impfung soll voraussichtlich in der Ballspielhalle des Oereler Schulzentrums erfolgen. Näheres wird ab sofort geplant und zeitnah mitgeteilt", so Stephan Meyer, Bürgermeister der Samtgemeinde Geestequelle.

„Ich freue mich sehr, dass es jetzt möglich wird, an zwei zusätzlichen Orten im Landkreis den Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot zu machen. Von Visselhövede wären es mit öffentlichen Verkehrsmitteln mindestens zwei Umstiege und über zwei Stunden Fahrzeit zum Impfzentrum. Von Seiten der Stadt werden wir das mobile Impfteam so gut es geht bei der Einrichtung der Impfstation, der Information und Terminvergaben an die betroffenen Bürgerinnen und Bürger und, wo es nötig ist, auch beim Transport unterstützen", ergänzt der Visselhöveder Bürgermeister Ralf Goebel.

Foto: Bürgermeister Stephan Meyer, Bürgermeister Ralf Goebel, Landrat Luttmann, Dezernentin Heike von Ostrowski und Chris Knoblauch vom Impfzentrum stellten das Projekt dezentrales Impfen vor.

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