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Mittwoch, 14.04.2021

Impfzentrum Zeven: 5200 Impfungen pro Woche

Das Impfzentrum Zeven hat vom 1. Januar bis zum 31. März 2021 nach Mitteilung der Kreisverwaltung 26.603 Impfungen an Impfberechtigte verabreicht. Es wurden 17.756 Menschen mit einer Erstimpfung und 8.847 Menschen mit einer Zweitimpfung versorgt. Damit sind etwa elf Prozent der Landkreisbevölkerung zumindest einmalig geimpft worden, 5,4 erhielten bereits ihre Zweitimpfung.

Es wurden bislang vor allem Personen aus der besonders vulnerablen Priorität 1 der Corona-Impfverordnung geimpft sowie besonders gefährdete Personengruppen aus Arztpraxen, Pflegeheimen, Krankenhäusern, Grundschulen und Kitas, die einer besonderen Infektionsgefahr ausgesetzt sind. Die Koordination der Erst- und Zweittermine für die genannten Berufsgruppen, die nicht über das Land erfolgte, führt noch immer zu einem hohen Arbeitsaufwand bei den Disponenten des Impfzentrums. Impfstoffreste wurden gemäß der Landesvorgabe an Mitarbeiter des Rettungsdienstes sowie an Soldaten vor einem Auslandseinsatz und Polizisten vergeben.

Durch engere Taktungen, zahlreiche dezentrale Impfungen und eine Ausweitung der Öffnungszeiten konnte die Kapazität des Impfzentrums auf mittlerweile 5200 Impfungen pro Woche erhöht werden. Inzwischen wird auch an Samstagen auf allen vier „Impfstraßen" in Zeven geimpft, was insbesondere von den Beschäftigten der Arztpraxen in Anspruch genommen wird. Allerdings wird die Kapazitätsgrenze des Impfzentrums derzeit nicht erreicht, da der Impfstoff nach wie vor knapp ist.

Dezentrale Impfungen für über-80 jährige wurden für die Samtgemeinden Bothel, Fintel, Sottrum, die Gemeinden Scheeßel und Gnarrenburg sowie für die Städte Visselhövede und Bremervörde durchgeführt. Derzeit laufen weitere dezentrale Impfungen in der Stadt Rotenburg, die auch in Sittensen und Zeven geplant sind. Mobile Impfteams waren in 51 Pflegeeinrichtungen, in den beiden Krankenhäusern im Landkreis sowie in Standorten der Rotenburger Werke und der Lebenshilfe im Einsatz.

Insgesamt arbeiten 91 Personen im Impfzentrum, davon zahlreiche Mitarbeiter des Landkreis-Stammpersonals, die sich zu dieser Aufgabe bereiterklärt haben. Hinzu kommen auch ehrenamtliche Helfer, welche über die Koordinierungsstelle für ehrenamtliche Arbeit des Landkreises vermittelt werden. Die Leitung des Impfzentrums nimmt an den wöchentlichen Sitzungen des Corona-Krisenstabes des Landkreises teil und ist eng vernetzt mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern. Das hochmotivierte Team des Impfzentrums freut sich über das positive Feedback, das es für seine Arbeit regelmäßig von Besuchern bekommt.

Die Arbeit des Leitungsteams ist geprägt durch tägliche Veränderungen der Lage, Einsatzaufträge vom Land, schwankende Mengen an geliefertem Impfstoff, Videokonferenzen sowie einer Vielzahl von neuen Erlassen der Landesregierung und medizinischen Einzelfallentscheidungen.

Der zwischenzeitliche Impfstopp mit dem Vakzin von AstraZeneca hat den Impfbetrieb nur vorübergehend verlangsamt. Inzwischen sind die dadurch ausgefallenen Impftermine nachgeholt worden. Die aktuellen Änderungen bei der Zulassung des AstraZeneca-Impfstoffes für bestimmte Altersgruppen werden in den kommenden Wochen weitere organisatorische Veränderungen im Impfbetrieb notwendig machen.

In der Öffentlichkeit wird derzeit der schleppende Impffortschritt in Deutschland beklagt. Damit im Zusammenhang wird oft die überbordende Bürokratie bemängelt, Impfungen werden auch an Sonntagen gefordert oder es wird kritisiert, dass die Arztpraxen nicht früher in die Impfkampagne mit einbezogen wurden. In der jetzigen Situation haben diese Faktoren jedoch keinen Einfluss auf das Tempo der Impfungen, da es nach wie vor zu wenig Impfstoff gibt.

„Wenn wir größere Mengen an Impfstoff geliefert bekämen, könnten wir auch mehr Menschen in kürzerer Zeit impfen", so Annika Ohlhoff aus dem Leitungsteam des Impfzentrums. „Derzeit würden wir gerne mehr Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher impfen, haben aber leider deutlich weniger Impfstofflieferungen angekündigt bekommen als erwartet. Sobald wieder mehr Impfstoff verfügbar ist, verimpfen wir diesen umgehend."

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