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Donnerstag, 09.12.2021

Kanuverordnung wird angepasst – Beteiligung der Öffentlichkeit

Die Regelungen zum Befahren der Fließgewässer im Landkreis Rotenburg/Wümme, die sogenannte Kanuverordnung, soll überarbeitet werden. Die Beteiligung der Gemeinden und Träger öffentlicher Belange hat bereits begonnen, vom 22. November bis zum 21. Dezember wird der Verordnungsentwurf für die Öffentlichkeit ausgelegt, alle Bürgerinnen und Bürger können sich in diesem Zeitraum dazu äußern.

Der Verordnungsentwurf liegt bei den Samtgemeinden, Städten und Einheitsgemeinden im jeweiligen Rathaus sowie beim Landkreis im Rotenburger Kreishaus montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr in Zimmer 250 zur Einsicht aus. Die Unterlagen sind auch auf der Internetseite des Landkreises unter www.lk-row.de/wasserwandern zu finden.

Was beinhaltet die Kanuverordnung?

Die Kanuverordnung gilt nur für Fahrzeuge ohne Eigenantrieb. Darunter fallen neben Kajak und Kanu auch Stand-Up-Paddle-Boards. Motorbetriebene Boote dürfen im Landkreis ausschließlich auf der Oste ab dem Ostewehr flussabwärts verwendet werden.

Warum gibt es eine Kanuverordnung?
In den 2000er Jahren traten vermehrt stark alkoholisierte größere Reisegruppen auf, die durch ihr Verhalten die Natur schädigten. Daher wurden Arbeitsgruppen mit allen Beteiligten gebildet, um gemeinsame Lösungen zu finden. Als Ergebnis wurde im Jahr 2012 eine erste kreisweit geltende Verordnung erlassen, die im Jahre 2015 weiterentwickelt wurde. Ziel der Kanuverordnung ist es, den Belangen von Naturschutz und Freizeitsport gleichermaßen Rechnung zu tragen.

Was soll geändert werden?
Die Verordnung bedarf nach über fünf Jahren einer erneuten Überarbeitung. Neben einer geringfügigen Änderung des notwendigen Mindestwasserstandes an der Oste soll die Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht an den Hauptläufen von Oste, Wümme sowie dem Oste-Hamme-Kanal für Privatnutzer entfallen. Im Gegenzug soll die Benutzung der Oberläufe und Nebengewässer nur noch mit einer Ausnahmegenehmigung möglich sein, die nur in Vereinen organisierte Kanuten oder Paddler mit einer nachgewiesenen Ökologie-Schulung des Deutschen Kanuverbandes erhalten können.

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