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Donnerstag, 09.12.2021

Erbbegräbnisstätte: Freiwillige Helfer bessern Weg aus

Der Rundwanderweg zur Erbbegräbnisstätte am Klostergut Burgsittensen biegt ausgehend von der Waldstraße in Tiste links in das schmale Waldstück ab. Nach dem Wald führt der Weg etwa 120 Meter auf einen mit Bäumen bewachsenen Kamm zwischen zwei Entwässerungsgräben hindurch. Der Weg wurde vor Jahrzehnten im Rahmen der Gestaltung des Naherholungsgebietes Burgsittensen mit Fördermitteln ausgebaut. Unter anderem wird er auch als Nordpfad "Börde Sittensen" genutzt. Unklare Zuständigkeiten zur Erhaltung standen dem Erhalt der Bausubstanz im Weg. Also wurden Warnschilder aufgestellt.       

Besucher des Tister Bauernmoores und der Moorbahn Burgsittensen hatten bei den Lokfahrern oft nach dem Klostergut und dem Weg dorthin gefragt. Sie kehrten zwar begeistert zurück, das Teilstück zum Erbbegräbnis zwischen den beiden tiefen Gräben wurde nach Mitteilung von Jürgen Otten, Vorsitzender des Moorbahnvereins Burgsittensen, jedoch als abenteuerlich beschrieben.

So habe der Moorbahnvorstand beschlossen, mit der Gemeinde Tiste, der Samtgemeinde Sittensen und dem Touristikverband Landkreis Rotenburg Kontakt aufzunehmen. „Bei einem Treffen waren sich alle einig, dass etwas geschehen muss", so Otten. Da keine Haushaltsmittel dafür eingestellt waren, hätte die Baumaßnahme frühestens Ende 2022 durchgeführt werden können und die Ausschilderung als Hinweis auf die Gefahrenquelle genügen müssen.

In Abstimmung mit der Samtgemeinde Sittensen und der Gemeinde Tiste hat sich daraufhin der Moorbahnverein entschlossen, die Ausbesserungsarbeiten umgehend voranzutreiben, in Eigenleistung anzuschieben und das Baumaterial später mit dem zuständigen Kostenträger zu verrechnen.

Bei der Terminabsprache aller Vereine und Verbände für das Jahr 2022 kam die Idee auf, die Arbeiten in einer gemeinsamen Aktion auszuführen. Gut ein Dutzend Helfer hatten sich daraufhin am Samstag, 30. Oktober, im Morgennebel eingefunden. Rund 50 Tonnen Mineralgemisch wurden am Vortag angeliefert. Maschinen und Werkzeuge waren ebenso bereitgestellt. Bauunternehmer Holger Wilkens stellte Fachwissen und Maschinen zur Verfügung. Für das leibliche Wohl sorgte die Familie Gahlau in der Nachbarschaft.

So wurde das Mineralgemisch mit einem schmalen Radlader zur Baustelle gefahren, auf Karren umgeladen und an den bis zu 120 Meter entfernten Einbauort geschoben. An einigen Stellen musste die Böschung befestigt werden, bevor das Mineralgemisch eingebaut und mit einem Rüttler verdichtet werden konnte.

Am späten Nachmittag war die Arbeit getan. Kommentar eines Teilnehmers: "Nun kann man hier sogar mit einem Kinderwagen durchfahren." Müde, aber auch stolz und zufrieden über das gemeinsam Geschaffte begab sich die Gruppe wieder auf den Heimweg.

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