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Dienstag, 19.10.2021

"Mutti wars nicht": Gerd Hachmöller schreibt Buch

„Wir schaffen das." Ein Satz, der Geschichte geschrieben hat. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte diese drei bedeutungsvollen Worte zu Beginn der Flüchtlingskrise bei einer Pressekonferenz am 31. August 2015. Eben dieser Satz hat sich eingeprägt. Eine Vielzahl an populären Legenden und kollektiven Irrtümern kursiert über Angela Merkel, die Flüchtlingspolitik und die europäische Solidarität.  

Gerd Hachmöller aus Rotenburg hat sich mit seinem Buch „Mutti wars nicht" auf eine kurzweilige Reise durch die Klischees und Irrtümer begeben. Der „Spiegel"-Bestsellerautor räumt quer durch alle politischen Lager mit Missverständnissen und fehlerhaften Annahmen auf: „Denn was wir jetzt brauchen, ist eine sachliche, neutrale und faktenbasierte Analyse des Fluchtgeschehens und eine Auswertung der Folgen der europäischen Politik. Eine Diskussion, die weder von deutschen Schuldkomplexen und falscher Toleranz noch von Ausländerfeindlichkeit, Rassismus oder Verschwörungstheorien getrieben wird. Nur so können wir Scheindebatten stoppen und uns dem zuwenden, was wirklich wichtig ist: humanitäre Notlagen beenden."

Das gut 170 Seiten umfassende Buch ist online und im Buchhandel erhältlich.

Gerd Hachmöller ist im Landkreis Rotenburg/Wümme als Stabstellenleiter zuständig für Migration und Integration und damit nahe dran am Thema. Nach dem Studium der Wirtschaftsgeografie sowie Volkswirtschaftslehre arbeitete er für die Europäischen Kommission und die regionalwissenschaftliche Forschung. Der Dozent zu Fragen kultureller Unterschiede leitete außerdem eine Notunterkunft für Flüchtlinge und ist als systemischer Coach tätig.

Hat Angela Merkel 2015 die Flüchtlinge ins Land gelassen und damit weitere Migranten nach Deutschland eingeladen? Hat die öffentliche Sicherheit durch die Flüchtlinge abgenommen? Welche Rolle spielen die Mittelmeerländer bei der Aufnahme von Flüchtlingen? Benötigen sie wirklich mehr Hilfe von Deutschland? Woher kommen die Verschwörungstheorien gegen Angela Merkel? Was wissen wir wirklich über Flucht und Asyl? Wie können wir falsche Behauptungen in der Debatte um Zuwanderung enttarnen?

Der Autor setzt sich im Kontext zu diesen Fragen mit Scheindebatten und Fakten auseinander und entdeckt im Rahmen seiner Arbeit mit Zuwanderern, wie viele Falschinformationen rund um die Bundeskanzlerin kursieren. Er zeigt auf, warum Menschen kollektiven Irrtümern unterliegen. Und stellt fest: Neben unbestreitbaren „Integrationskatastrophen" gibt es viele Beispiele gelungener Integration von Zuwanderern, die Vorbildcharakter entfalten können. So sieht Gerd Hachmöller beim Thema Zuwanderung doch allen Grund, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. (hm)

Foto Porträt Hachmöller: K. Haase

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