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Montag, 27.09.2021

CDU wieder stärkste Kraft im Samtgemeinderat

Die Wahl ist entschieden: Die SPD ist nicht mehr stärkste Kraft im Rat der Samtgemeinde Sittensen und hat gegenüber der Kommunalwahl 2016 zwei Sitze verloren. Damit kommen die Sozialdemokraten nur noch auf acht. Die CDU hingegen gewinnt drei Sitze hinzu und nimmt nun insgesamt zwölf ein. Damit haben die Christdemokraten ihr erklärtes Ziel erreicht, wieder den Part der stärksten Kraft im Samtgemeinderat einzunehmen.

Die Grünen haben einen Sitz hinzugewonnen und verbuchen jetzt drei Sitze, die WFB hat einen verloren und besetzt künftig drei Sitze, die FDP wiederum hat einen Sitz hinzugewonnen und verfügt künftig über insgesamt zwei Sitze. Die Wahlbeteiligung war im Kernort Sittensen am niedrigsten, auch bei der Wahl zum Samtgemeinderat lag sie im Vergleich zu den Mitgliedsgemeinden deutlich niedriger.

Geringe Wahlbeteiligung

Sozialdemokrat Diedrich Höyns, Bürgermeister der Gemeinde Sittensen, sieht das Ergebnis pragmatisch: „Es ist, wie es ist. Auf Samtgemeindeebene wird es einen Wechsel geben und die CDU wieder wie in der Vergangenheit das Ruder übernehmen." Als bedauerlich bezeichnet er die geringe Wahlbeteiligung sowohl in Sittensen als auch bei der Samtgemeinderatswahl. Sein persönliches Ergebnis bei der Gemeinderatswahl ist für ihn trotz Stimmenverlustes – 2016 waren es 1995 - mit 1311 Stimmen noch „in Ordnung." Damit hat er für die Sozialdemokraten in Sittensen mit Abstand das beste Ergebnis erzielt. Nun will man seinen Worten zufolge in die „Sondierungsgespräche" gehen.

Großer Erfolg für Nico Burfeind

CDU-Youngster und Vorsitzender des Gemeindeverbandes Nico Burfeind hat bei seiner Neukandidatur gleich überragende Ergebnisse erreicht und auf Anhieb einen Sitz im Kreistag (2.926 Stimmen), im Samtgemeinderat und im heimischen Gemeinderat Klein Meckelsen erreicht.

„Mit diesen Ergebnissen habe ich nicht unbedingt gerechnet. Ich freue mich riesig, weiß aber, dass damit ein Vertrauensvorschuss und eine Erwartungshaltung einhergehen. Ich muss liefern und beweisen, dass ich politische Arbeit kann", gibt sich der 23-Jährige selbstkritisch. Und will nun motiviert ans Werk gehen und sich nicht auf den Erfolg ausruhen: „Die jetzige Euphorie muss in Arbeit umgesetzt werden", zeigt er sich kämpferisch und will sich dafür einsetzen, dass mit einem guten Team und als stärkste Kraft „richtig Gutes für die Samtgemeinde" umgesetzt werden kann. Seine Motivation gilt natürlich auch für den heimischen Gemeinderat in Klein Meckelsen und für seinen Sitz im Kreistag.

Detjen: Gute Arbeit der CDU bestätigt

Auch Dirk Detjen, Vorsitzender der CDU-Samtgemeinderatsfraktion, sieht die bisher geleistete Arbeit der Christdemokraten auf Samtgemeindeebene durch das Wahlergebnis bestätigt. „Wir haben offensichtlich nicht alles falsch gemacht und vernünftige Sacharbeit geleistet. Nun können wir gestärkt in die Gesprächsverhandlungen gehen, um eine vernünftige Mehrheit zu bekommen und um das Bestmögliche für die Samtgemeinde zu erreichen. Bei der letzten Kommunalwahl war ein Wechsel von den Wählern gewollt, und auch jetzt hat sich der Wähler bei seiner Entscheidung etwas gedacht." Es freut ihn sehr, dass für die CDU nun auch junge Mitglieder in den Gremien vertreten sind. „Mit dieser guten Altersstruktur können wir uns neu aufstellen und positionieren", bekräftigt Detjen.

Auch mit seinem persönlichen Ergebnis ist er „total zufrieden." Und fühlt sich auch „rehabilitiert", nachdem es in seiner Heimatgemeinde Groß Meckelsen bei Projekten Unstimmigkeiten gab und er daher nicht unbedingt damit gerechnet hatte, trotzdem mit 140 Stimmen das beste Wahlergebnis zu erzielen.

Losentscheid bei SPD

Herbert Osterloh, SPD-Fraktionsvorsitzender und Sprecher der jetzigen Mehrheitsgruppe im Samtgemeinderat aus SPD, WFB und Grünen, ist ernüchtert: „Der Bürger hat entschieden. Wir müssen klar und ehrlich einräumen, dass die CDU gewonnen hat und wir unser Ziel, stärkste Kraft zu bleiben, nicht erreicht haben. Auch mich regt mein Stimmenverlust von 313 auf 174 zum Nachdenken an. Wir müssen das finale Ergebnis nach dem Losentscheid abwarten und auch entscheiden, mit welchen Fraktionen wir Gespräche führen werden."

Bei der Liste der SPD kommt es zwischen den Kandidaten Herbert Osterloh und Thomas Kannenberg aufgrund gleicher Stimmenanzahl (174) zu einem Losentscheid, der am Donnerstagabend vor der Sitzung des Samtgemeinderates in Groß Meckelsen im Sittenser Rathaus vom Samtgemeinde-Wahlleiter durchgeführt wird. Daher kann das Wahlergebnis des Samtgemeinderates durch das Präsentationsprogramm nicht korrekt online auf www.sittensen.de dargestellt werden.

Die ersten fünf gewählten Kandidaten bleiben vom Losverfahren unberührt. Das sind: Höyns, Diedrich, direkt gewählt, 1.584 Stimmen, Flacke, Alfred, direkt gewählt, 248 Stimmen, Rathje, Torsten, direkt gewählt, 245 Stimmen, Hauenstein, Tillmann, direkt gewählt, 203 Stimmen, Wölbern, Bernd, direkt gewählt, 199 Stimmen.

Fällt Herbert Osterloh das Losglück zu, würden er sowie Christiane Dammann über den Listenplatz 2, 113 Stimmen und Nicole Totzek, Listenplatz 4, 128 Stimmen, in den Rat einziehen. Trifft Thomas Kannenberg der Loszuschlag, würden neben ihm Christiane Dammann und Herbert Osterloh, Listenplatz 3, die Sitze einnehmen. Für Nicole Totzek ist es insofern noch unsicher, ob sie erneut Mitglied des Samtgemeinderates wird.

Die Sitzverteilung:

Samtgemeinderat Sittensen: CDU: 42,29 %, 12 Sitze, SPD: 30,22 %, 8 Sitze, Bündnis 90/Die Grünen: 9,54 %, 3 Sitze, WFB: 10,19 %, 3 Sitze, FDP: 7,76 %, 2 Sitze. Wahlbeteiligung: 65,99 %.

CDU: Burfeind, Nico, direkt gewählt, 1.049 Stimmen, Schmitchen, Harald, direkt gewählt, 934 Stimmen, Kaiser, Gerd, direkt gewählt, 678 Stimmen, Behrens, Stefan, direkt gewählt, 644 Stimmen, Detjen, Dirk, direkt gewählt, 554 Stimmen, Meyer, Hermann, direkt gewählt, 490 Stimmen, Miesner, Thomas, direkt gewählt, 476 Stimmen, Gerken, Jörn, direkt gewählt, 412 Stimmen, Schlesselmann, Miriam, direkt gewählt, 347 Stimmen, Nutbohm, Jens, direkt gewählt, 334 Stimmen, Hensel, Jan, Listenplatz 5, 138 Stimmen, Dietrich, Joachim-Peter, Listenplatz 6, 67 Stimmen.

Grüne: Hellmers, Uwe, direkt gewählt, 209 Stimmen, Hillert, Ingo, direkt gewählt, 184 Stimmen, Mansholt, Daniel, Listenplatz 2, 157 Stimmen.

WFB: Petersen, Bernd, direkt gewählt, 695 Stimmen, Stemmann, Hermann, direkt gewählt, 430 Stimmen, Elmers, Günter, Listenplatz 3, 90 Stimmen.

FDP: Klindworth, Hans-Dieter, direkt gewählt, 313 Stimmen, Dr. Fabian, Klaus-Dieter, Listenplatz 1, 70 Stimmen.

Foto: CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Nico Burfeind (Mitte) und seine Stellvertreter Harald Schmitchen (rechts) und Dirk Detjen haben gut lachen: Die CDU hat ihr Ziel erreicht und ist wieder stärkste Kraft im Rat der Samtgemeinde Sittensen. (hm)

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