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Donnerstag, 20.01.2022

Grundschule Sittensen: Noch keine Empfehlung zur Anbauvariante

Im Rahmen einer Bereisung der samtgemeindeeigenen Liegenschaften haben sich die Mitglieder des Bauausschusses der Samtgemeinde Sittensen sowie Mitarbeiter der Verwaltung, der Bauhofleiter und weitere Gäste einen Überblick über deren Zustand und erforderliche Maßnahmen verschafft.

Ausschussvorsitzender Dirk Detjen zog bei der jüngsten Sitzung ein durchweg positives Fazit: „Wir haben zwar viel Zeit investiert, aber auch einen sehr guten und informativen Eindruck bekommen, die von den jeweiligen Leitungen anschaulich vorgetragen wurden. Das war eine runde Sache, die uns bei den Beratungen weiterhilft. Mein Wunsch ist es, Bereisungen zweimal im Jahr durchzuführen", sagte er und schickte ein Lob an die Einrichtungsleitungen für ihr Verständnis, dass aufgrund der angespannten Finanzlage der Samtgemeinde der Haushalt nicht viel Geld bereithalte für alle Wunschmaßnahmen. „Manches müssen wir schieben, wir fahren die Gebäude auch etwas auf Verschleiß, aber es gab überall nur sachlich und ruhig geführte Diskussionen."

Auf dem Bereisungsprogramm stand auch die Grundschule Sittensen, die baulich erweitert werden soll. Favorisiert wird eine Variante in eingeschossiger Bauweise im nördlichen Teil zwischen Parkplatz und Rondell, die sich an das Bestandsgebäude anschließt. Eine Aufstockung des Gebäudes ist dabei berücksichtigt. Der Abriss des angrenzenden Büchereigebäudes würde damit einhergehen.

Laut Detjen ist bei der Bereisung jedoch festgestellt worden, dass der Zustand des Büchereigebäudes nicht schlecht sei. „Es hat dort einen heimeligen Eindruck gemacht. Der Sanierungsbedarf scheint doch nicht so groß zu sein", wusste er mitzuteilen. Ingenieur Helmut Fisch vom Bauamt der Samtgemeinde stellte dem Ausschuss nun eine Variante in zweigeschossiger Bauweise vor. Damit verbunden ist der Erhalt der Bücherei. Der Neubau wäre laut Fisch doppelt so hoch und halb so lang wie der eingeschossige Anbau.

Allerdings wären die Kosten deutlich höher, denn im zweigeschossigen Gebäude müssten ein Treppenhaus, ein Fahrstuhl sowie eine zweite WC-Anlage im Obergeschoss geschaffen werden. Die Kosten belaufen sich nach erster Schätzung auf etwa 2,4 Millionen Euro, für den eingeschossigen Bau sind knapp zwei Millionen Euro veranschlagt.

Gegenstand der Diskussionen war auch das Büchereigebäude, das weichen muss, wenn in die Länge gebaut wird. Für die Variante ohne Büchereianbau beläuft sich der Komplettpreis inklusive Ausstattung und Herstellung der Außenanlagen auf 1,97 Millionen Euro, mit Neubau einer Bibliothek auf 2,3 Millionen Euro.

Zu klären ist ebenso die Frage, wo die Bücherei untergebracht werden könnte. Samtgemeindebürgermeister Jörn Keller verwies wieder auf die Möglichkeit, im ehemaligen Volksbankgebäude Räume für die Bücherei anzumieten. Allerdings haben Gespräche mit den Eigentümern nach seinen Worten ergeben, das nur Interesse an langjährigen Mietverträgen besteht.

Einigkeit besteht über die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem neuen Dach des Anbaus. Aber: Bei einer zweigeschossigen Bauweise steht weniger Dachfläche zur Verfügung, so dass noch mehr Strom dazu gekauft werden müsste als bei der eingeschossigen Variante.

Da es um eine „richtungs- und zukunftsweisende" Empfehlung geht, die der Bauausschuss zur Gestaltung des Erweiterungsbaus abzugeben hat, kam das Gremium überein, diese zu vertagen. Das Bauamt wird kurzfristig alle erforderlichen Zahlen, Daten und Fakten zu den möglichen Varianten zusammentragen und den Fraktionen zur Beratung geben. Zeitnah soll eine neue Sitzung vor der Samtgemeinderatssitzung im Februar einberufen werden, zumal es Ziel ist, den Betrieb im neuen Trakt der Grundschule zum Schuljahr 2023/2024 aufnehmen zu können. (hm)

Foto: So könnte der Anbau an der Grundschule in eingeschossiger Bauweise aussehen. Animation: Schulze Architekten

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