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Donnerstag, 20.01.2022

Klein Meckelsen: Kein Kita-Neubau auf dem Schulhof

In Klein Meckelsen soll eine fünfzügige Kindertagesstätte in Trägerschaft der Samtgemeinde Sittensen gebaut werden. Die Standortfrage war bislang nicht geklärt. Während der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Samtgemeinde Sittensen kam sie erneut zur Beratung.

Hermann Meyer, Ausschussmitglied und Bürgermeister der Gemeinde Klein Meckelsen, informierte das Gremium darüber, dass nach einem Beschluss des Gemeinderates eine an das Schulgelände angrenzende Fläche von der Gemeinde erworben werden soll, um den Kindergarten dort zu errichten. „Wir kommen der Vereinbarung nach, dass die Samtgemeinde den Kindergarten baut und die Gemeinde die Fläche dafür bereitstellt", so Meyer.

In der vorangegangenen Sitzung war noch Grundtenor, das Kitagebäude auf dem Pausenhofgelände zu errichten, da auch die Grundschüler den neuen Speisesaal nutzen sollen und die Schülerinnen und Schüler somit nur kurze Wege zu bewältigen hätten.

Ausschussvorsitzender Dirk Detjen hatte eingangs der Beratungen wissen lassen, dass im Zuge einer Bereisung die Leitungen der Klein Meckelser Grundschule und des Kindergartens Argumente vorgebracht hätten, warum der gesamte Schulhof der Schule zur Verfügung stehen müsse und die Einrichtungen räumlich voneinander getrennt arbeiten müssten. Unter anderem geht es demnach um Lärmbelastung und unterschiedliche Pausen- und Unterrichtszeiten zwischen den Grundschulkindern und den Schülerinnen und Schülern aus den Kooperationsklassen der Helga-Leinung-Schule der Lebenshilfe Bremervörde-Zeven.

„Letztlich entsteht der Samtgemeinde keine finanzielle Mehrbelastung, wenn die Kita nicht auf dem Schulhofgelände gebaut wird. Wenn pädagogische Gründe dafürsprechen, sollten wir uns dem anschließen", befand Detjen. Die Ausschussmitglieder votierten denn auch einhellig für die entsprechende Beschlussempfehlung an den Rat.

Samtgemeindebürgermeister Jörn Keller teilte noch mit, dass die Samtgemeinde im Austausch mit der Lebenshilfe steht, was die Unterbringung von zwei Gruppen der Lebenshilfe im neuen Kindergartengebäude angeht. „Wir sind auf einem guten Weg, dass die Konditionen für eine Mietzahlung angenommen werden. Vertraglich unterzeichnet ist aber noch nichts", betonte er.

Fördermittel befristet

Bei den Haushaltsberatungen hatte er darauf aufmerksam gemacht, dass die Fördermittel des Landes für den Neubau der Kindertagestätten in Sittensen und Klein Meckelsen an den ursprünglich geplanten Fertigstellungstermin im Sommer 2022 gekoppelt seien.

„Der Landkreis hat zwar erklärt, eine Aufstockung übernehmen zu wollen, wenn sich aber die Fertigstellung über Jahre hinzieht, weiß ich nicht, ob die Summen weiter bereitgehalten werden. Wir sind nicht die einzige Kommune im Landkreis, die die Zielmarke nicht einhalten kann", wusste er zu berichten. Und schickte noch eine weitere Mahnung hinterher: „Jede bauliche Verzögerung führt zu Auswirkungen auf den Samtgemeindehaushalt. Darum sollten wir beide Kitas schnellstmöglich fertigstellen."

Damit bezog er sich auch auf die Mobilbauten, die sowohl in Klein Meckelsen als auch in Sittensen derzeit für die Kinderbetreuung genutzt werden. Der Mietvertrag gilt für zunächst zwei Jahre und müsste dann entsprechend verlängert werden. „Je länger sie stehen, desto mehr werden hohe Kosten im Ergebnishaushalt verursacht", warnte Keller. (hm)

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