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Donnerstag, 11.08.2022

Photovoltaik-Kataster für die Samtgemeinde?

Die WFB-Fraktion im Rat der Samtgemeinde Sittensen plädiert dafür, ein Photovoltaik-Kataster einzurichten, das vorhandene PV-Anlagen und -Flächen, Potenzialflächen für Dach-PV-Anlagen auf allen öffentlichen Gebäuden und Potenzialflächen auf allen weiteren Dachflächen in der Samtgemeinde erfasst und darstellt.

Der entsprechende Antrag basiert auch auf den gemeinsamen Antrag aus dem letzten Jahr von der seinerzeit bestehenden SPD-WFB-GRÜNEN-Gruppe, der zu einer Absichtserklärung für eine Klimaschutz-Initiative umformuliert wurde. In einem Kataster sollen zudem alle weiteren Freiflächen in der Samtgemeinde erfasst werden, die für eine Ausweisung von möglichen Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Frage kommen.

Bernd Petersen (WFB) stellte die Begründung für den Antrag ausführlich vor. Er verwies auf die aktuell im Raum stehende Energieverknappung durch nicht mehr gelieferte fossile Energieträger wie Erdöl- oder Erdgas aus Russland. Daher sei eine Umstellung auf regenerative Energien besonders wichtig.

Um jedoch einen Wildwuchs von Freiflächenanlagen auf weiterhin für die heimische Ernährung vorzuhaltenden, landwirtschaftlichen Flächen zu verhindern, spricht sich die WFB für eine Steuerung aus. Durch ein Kataster werde auch für das Bauamt eine Fülle von zu erwartenden Anträgen auf F- und B-Planänderungen durch die Gemeinden eingedämmt.

„Im Hinblick auf den zukünftig weiterhin fortschreitenden Flächenverbrauch und deren Versiegelung erscheint es unerlässlich, alternativ die Nutzung von Parkplätzen wie bei Discountern und Autobahnen zur Errichtung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen einzubeziehen", so Petersen.

Dirk Detjen (CDU-FDP-Gruppe) meldete Bedenken an: „Wem soll was vorgeschrieben werden? Die Gemeinden sollten selbst entscheiden können, denn ihnen obliegt die Planungshoheit. Anträge werden ja wie bisher sauber abgearbeitet. Über die Größe der Flächen ist sicher nachzudenken. Ein Kataster ist für mich eher Verhinderung."

Alfred Flacke (SPD) möchte in Anbetracht der Anzahl von neun Mitgliedsgemeinden ein Auge darauf haben, dass Standorte vernünftig verteilt und in Anbetracht der Größenordnungen geeignete Flächen bestimmt werden. „Steuerung bedeutet nicht Verhinderung", machte Hermann Stemmann (WFB) deutlich. Es soll nur ausgesiebt werden, wo sich geeignete Standorte befinden. Das kann auch für einen potenziellen Investor ein Vorteil sein."

Diedrich Höyns (SPD) sprach sich dafür aus, den Antrag zu schieben, da noch aussagekräftige Richtlinien von Bund, Land und Landkreis fehlen. Die Ratsmitglieder schlossen sich schließlich mehrheitlich dem Vorschlag von Herbert Osterloh (SPD) an, den Antrag zur detailliierten Beratung an den Bauausschuss zu verweisen. (hm)

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