JavaScript ist in Ihrem Browser deaktiviert! Bitte aktivieren Sie JavaScript für Treffpunkt-Sittensen, da die Seite ansonsten nicht korrekt funktioniert.
Dienstag, 17.05.2022

"Ein Stück Glück": Bäckerei Schrader will in ehemalige Volksbank ziehen

Die Bäckerei Schrader aus Apensen möchte eine Filiale in Sittensen eröffnen – in den Räumlichkeiten der ehemaligen Volksbank in der Bahnhofstraße. Alexander Schrader, der den Familienbetrieb - 1990 von Bäckermeister Werner Schrader gegründet - seit 2015 in zweiter Generation weiterführt, stellte jetzt mit Architekt Christoph Frenzel dem Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Sittensen die erste Entwurfsplanung vor.

Warum dieser Standort? „Wir möchten den Ortskern stärken und Verweilqualität bieten. Damit kann auch der Einzelhandel wachsen", führte Christoph Frenzel aus. „Sehen und gesehen werden": Diese Devise sehen er und Schrader dort erfüllt: „Man muss sehen, dass was los ist, die Kunden müssen sehen, was wir haben." Um diese Prämisse umsetzen zu können, soll der Vorbau des Bankgebäudes weichen, der ältere und neuere Komplex durch die Bäckerei harmonisch miteinander verbunden werden.

Die Marke des Filialkonzeptes "Ein Stück Glück" ist durch ein umlaufendes Band an der Fassade, ein weiteres Markenzeichen der 16 Schrader-Standorte in der Region, nicht nur deutlich erkennbar, sondern erklärt auch die Geschäftsphilosophie der Bäckerei, für die sechs Familienmitglieder verantwortlich sind: „Glückliche Momente schaffen, eine gute Zeit haben, gute Qualität. Dabei möchten wir Tradition mit Modernem verknüpfen", wandte sich Schrader an die Ausschussmitglieder und ließ nicht unerwähnt, dass er das ehemalige Bankgebäude bis auf den Vorbau als „wunderschön" erachtet.

„Es passt in den Ort, mit unserer Fassadengestaltung passen wir uns dem an", ließ er wissen. Das Schrader-Konzept kombiniert traditionelles Bäckerhandwerk mit moderner Café-Kultur. Dabei soll die Gemütlichkeit bereits vor den Türen in Form einer großen Außenterrasse entstehen. Dass die an einer vielbefahrenen Ortsdurchfahrtsstraße liegt, birgt für Schrader und Frenzel keine Probleme.

Im Gegenteil: „Wir wollen auch die Pendler mitnehmen und die Leute von der Straße holen, die nicht aus Sittensen kommen." Markisoletten dienen als Sonnenschutz, tiefe Fenster gewähren den Vorbeigehenden und -fahrenden Einblick in das Innere des Bäckerei- und Cafébetriebes.

Die Gäste werden bereits im Eingangsbereich von einer Tresen-Anlage empfangen, die sogleich die Sortimentsvielfalt offenbaren soll. „Ein Stück Glück" offeriert darüber hinaus frisch zubereite Frühstücksangebote und eine Eisauswahl. Danach geht's in den Café-Bereich, der ein gemütliches Wohlfühlambiente für alle Generationen bieten soll. Auch dort gilt: Tradition verbindet sich mit Modernem.

457 Quadratmeter umfasst die gesamte Fläche. Familie Schrader investiert in Ausstattung und Mobiliar und übernimmt einen quasi erweiterten Rohbau, die Umbaumaßnahmen lässt der Eigentümer des Gebäudes, die Gesellschaft Gesundheitszentrum Sittensen GmbH mit ihrem Hamburger Geschäftsführer Dr. Christian Depken, durchführen.

„Wir ziehen als Mieter ein und haben zunächst einen Zehn-Jahres-Vertrag mit Option auf insgesamt 25 Jahre", so Schrader. Auf Nachfrage erklärte er, dass die Gewerbesteuer im Ort verbleibt. Ein ums andere Mal betonte er, dass es sich um einen sehr guten Standort handele, der bewusst ausgesucht worden sei.

Auf den Einwand von Ausschussmitglied Ingo Hillert, dass es in Sittensen bereits 21 Backverkaufsstellen gäbe und ob sich die direkte Nähe zu bereits ansässigen Bäckern überhaupt rechnen würde, verwies Schrader auf andere Filialen wie Scheeßel, Buxtehude, Tostedt, York oder Apensen, wo das Konzept an einer belebten Straße „hervorragend" funktioniere.

„Wenn wir nicht vom Sittenser Standort überzeugt wären, würden wir finanziell nicht so stark in Vorleistung gehen. Menschen gehen zu Menschen, die Lage mitten im Ort ist toll", stellte Alexander Schrader heraus. Sein Wunsch wäre es, die Sittenser Filiale Mitte nächsten Jahres eröffnen zu können. (hm)

Visualisierung: Frenzel und Frenzel Architekten Buxtehude

powered by webEdition CMS