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Montag, 26.09.2022

Fernfahrerstammtisch: Bundesamt für Güterverkehr informiert über Kontrollen rund um den Lkw-Verkehr

Umfassende Informationen zum Aufgabenbereich und den rechtlichen Befugnissen des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) erhielten die Besucher beim jüngsten Fernfahrerstammtisch auf der Rastanlage Ostetal Süd an der BAB 1. Mit Hartmut Bierhenke, Straßenkontrolleur des BAG, stand ein erfahrener und kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Zu Beginn ging er auf die Aufbauorganisation des BAG ein und machte deutlich, dass es keine Dienststellen wie bei der Polizei gibt. Vielmehr seien die Kontrolleure mit „fahrenden Büros" ausgestattet und auf den Autobahnen unterwegs.

In den Fahrzeugen seien zwei PC-Arbeitsplätze, Kopierer und Drucker sowie Funkgeräte und wichtige Unterlagen zu finden. Alles in allem ein komplett ausgestattetes Büro für unterwegs. Dadurch könne man direkt vor Ort einen papierlosen Ermittlungsvorgang erzeugen, was Zeit und Ressourcen spare, so Bierhenke. Von der Überwachung der Sozialvorschriften, Ladungssicherung, Maut bis hin zu Gefahrgut und Abfallrecht wird seinen Worten zufolge vom BAG alles rund um den Lkw-Verkehr kontrolliert.

Anhand aktueller Fallbeispiele zeigte Bierhenke, mit welcher Dreistigkeit manche Unternehmen und auch Fahrer sich und andere in Gefahr bringen. So wurden Fahrzeuge mit offensichtlichen, technischen Mängeln im Rahmenaufbau, an der Bereifung als auch Federung festgestellt. Auch der Bereich der Ladungssicherung und die Einhaltung der zulässigen Gesamtgewichte würden oftmals stiefmütterlich behandelt. Dies sei im Rahmen von Kontrollen immer wieder festgestellt worden.

Wie der Referent weiter erklärte, tauchen nicht selten Fahrzeuge mit wesentlich mehr Gewicht als den zulässigen 40.000 Kilogramm auf. Der „Spitzenreiter" in den vergangenen Monaten kam sogar auf insgesamt deutlich über 60.000 Kilogramm. In vielen Fällen bedeutet dies für den Fahrer, dass die Fahrt an Ort und Stelle zu Ende ist und der Unternehmer sich um alles weitere kümmern muss. Dabei kommt es vor, dass die Ladung vor Ort umgeladen wird, ein defektes Fahrzeug am Kontrollort repariert oder sogar abtransportiert werden muss, wusste Bierhenke zu berichten. Neben dem zu erwartenden Bußgeld hat der Unternehmer auch die entstehenden Kosten für das Umladen oder den Zeitverzug der Ladungszustellung zu tragen. Sie fallen nicht selten wesentlich höher als das entsprechende Bußgeld aus.

Der nächste Fernfahrerstammtisch findet am 2. November im Restaurantgebäude der Rastanlage Ostetal statt. Dabei geht es um das Thema: „Gesund und fit im Lkw."

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