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Freitag, 19.08.2022

„Mien Fro hett’n Brögam“: Verwechslungskomödie der Niederdeutschen Bühne feiert erfolgreiche Premiere

Premiere gelungen: Mit der Verwechslungskomödie „Mien Fro hett'n Brögam" hat die Niederdeutsche Bühne des VfL Sittensen augenscheinlich den Publikumsgeschmack getroffen. Denn: Die Zuschauer erlebten einen Angriff auf die Lachmuskeln. So vergingen drei Stunden – mit Pausen – Dauervergnügen doch wie im Fluge. Als am Ende Regisseur Gerhard Brunkhorst fragte, „hett jo dat Stück gefolln", war sogleich ein begeistertes „Ja" aus den Besucherreihen zu vernehmen.

Das Theatervergnügen beginnt, kaum, dass sich der Vorhang öffnen soll. Denn der verheddert sich zunächst. Als die Konfusion beseitigt ist, stellt der Regisseur die Akteure vor,  die sich durch viel Spielfreude auszeichnen, die Rollen sind stimmig besetzt. In dem Dreiakter geht's sogleich zur Sache, denn bei Dr. Theodor Schröder (Gerd Kaiser) und Hella (Heike Meyer) führt Haushälterin Mathilde (Regina Drösemeyer) ein resolutes Regiment. Alles ist in bester Ordnung, bis die Verwandtschaft aus Amerika vor der Tür steht, besser gesagt, einfällt.

Archibald (Dirk Detjen) und Ottilie Thompson (Heike Nack) samt Sohn Toby (Eike Gerken) sind eine böse Überraschung für Hella, die unter ihrem Künstlernamen Hella Holm Bücher schreibt. Die liebe Familie jenseits des großen Teichs, die bislang die Haushaltskasse verlässlich mit einem Scheck aufgebessert hat, darf nämlich nicht wissen, dass Hella und Theodor seit einem Jahr bereits verheiratet sind und auch schon Eltern sind. Nicht ohne Grund: Schließlich haben sie ihren „Toby boy" als Ehemann für Hella auserkoren. Der ist als Tiefseeforscher in erster Linie um das Liebesleben der Meeresbewohner bemüht und findet für jedes menschliche Verhalten eine Parallele in der Fischwelt.

Hendrik Ehlen beweist als Theodors Freund Heinz Emmerich beachtliches, komödiantisches Talent. „Jümmers to Deensten" agiert er als Dr. Theodor Schröder und gerät ein ums andere Mal in große Erklärungsnöte. Theodor hingegen verwandelt sich in Haushälterin Mathilde. Die Verwirrung nimmt ungeahnte Dimensionen an.

Gerd Kaiser lebt seine Rolle in Frauenkleidern förmlich und läuft zur Höchstform auf - Lachsalven sind garantiert. Zu den Höhepunkten gehören Kaisers Jodelauftritt auf dem Küchentisch und seine Attacken gegen Nebenbuhler Toby. Zwischendurch poltert noch Schlachtermeister Bullermann als „Running Gag" (Hans-Jürgen Holst) über die Bühne, der eine Fehde mit Mathilde auszutragen hat.

Gewohnt sicher agiert Heike Meyer als Hella, Heike Nack überzeugt als exaltierte Amerikanerin, Dirk Detjen als Pantoffelheld und Schwerenöter, der gerne einmal über die Stränge schlagen würde. Schnell hat er ein Auge auf Mathilde geworfen. „So eine kraftvolle Frau", schwärmt er immer wieder. Herrlich komisch auch das Kauderwelsch aus amerikanischem Slang, platt- und hochdeutsch. Neumitglied Sandra Brinkmann verdreht als liebreizende Franziska dem falschen Doktor Heinz gehörig den Kopf.

„Mien Fro hett'n Brögam" ist noch am Mittwoch, 8. Februar, 19.30 Uhr, Samstag, 11., 16 Uhr, Sonntag, 12., 16 Uhr, Freitag, 17., 19.30 Uhr und Sonntag, 19. Februar, 16 Uhr, zu sehen. Samstags und sonntags gibt es ab 14.30 Uhr Kaffee und Kuchen.

Bereits seit zehn Jahren lässt die Niederdeutsche Bühne aus dem Überschuss der Einnahmen aus dem Kaffee- und Kuchenverkauf eine Spende dem Kinderhospiz Löwenherz in Syke zukommen. Eigens deshalb war ein Vertreter der Einrichtung zugegen und überreichte zum Dank ein Buch. Friedel Hancker durfte einen „Löwen mit Herz" für seinen steten Einsatz beim Bühnenbau entgegen nehmen.

Karten sind im Vorverkauf bei Optik Noelte, Bahnhofstraße 14, Sittensen, Telefon: 04282/508500, zu erwerben. (hm)

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