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Dienstag, 19.09.2017

Landkreis will Breitbandausbau fortführen

Im März dieses Jahres hat der Landkreis 4,5 Millionen Euro an Fördergeldern für den weiteren Breitbandausbau zugesprochen bekommen. Das Vergabeverfahren für die weitere Umsetzung ist inzwischen abgeschlossen, den Zuschlag hat die EWE TEL aus Oldenburg erhalten.

Nun soll der Breitbandausbau im Landkreis fortgeführt werden. Diesen Beschluss haben Kreistag und Räte der beteiligten Kommunen bereits im Sommer letzten Jahres gefasst, nachdem Land und Bund weitere Fördermittel in Aussicht gestellt hatten. Die Bereiche, die nicht vom kreiseigenen Ausbauprojekt der letzten Jahre profitieren konnten, sollen mit diesen Geldern erschlossen werden. Landkreis und Kommunen teilen sich die Kosten der notwendigen Kofinanzierung ein Drittel zu zwei Drittel.

Nachdem die Förderbescheide von Land und Bund im Frühjahr 2017 bei der Kreisverwaltung vorlagen, wurde das weitere Verfahren unter Hochdruck vorangetrieben, denn die Vergabe der Mittel ist an strenge Vorlagen gebunden. Der Landkreis musste ein Telekommunikationsunternehmen finden, dass den weiteren Ausbau umsetzen soll. Dazu war nach Mitteilung des Landkreises ein europaweites Ausschreibungsverfahren mit detaillierten Auflagen notwendig. Das wirtschaftlichste Angebot in diesem Verfahren hat die EWE TEL aus Oldenburg vorgelegt.

Für rund 5 Millionen Euro wird das Unternehmen den weiteren Ausbau realisieren und ist damit rund 1,3 Millionen Euro günstiger als ursprünglich vom Landkreis kalkuliert. Über eine weitere Option, die möglicherweise die Kosten noch weiter senken könnte, wird zurzeit noch von Land und Bund beraten. Dies betrifft die Vorgabe in Bezug auf die verwendeten Leerrohre. So könnten eventuell die bereits im landkreiseigenen Ausbau verlegten Leerrohre genutzt und optimal angebunden werden, anstatt überall neue zu legen.

Im nächsten Schritt sind nun zunächst weitere Formalien mit den Fördermittelgebern Land und Bund zu regeln. Landkreis und EWE hoffen, dass im Spätsommer die Baufreigabe vorliegt und mit den Tiefbauarbeiten begonnen werden kann. Insgesamt werden weitere rund 2000 Haushalte in Zukunft mit 50 Mbit/s und mehr versorgt.

Landrat Hermnn Luttmann zeigt sich zufrieden und betont, dass „alle jetzt neu entstehenden Anschlüsse mit Glasfaser bis zum Gebäude realisiert werden. Damit sind sie auch gigabitfähig und somit dauerhaft für den wachsenden Bandbreitenbedarf gerüstet."

Aufgrund der bereits sehr guten Versorgung im Landkreis sind die Ausbaugebiete sehr kleinteilig und zum Teil weit verstreut. Förderfähig sind nur Anschlüsse mit einer Versorgung von unter 30 Mbit/s. Jede beteiligte Gemeinde, die sich für die Beantragung der neuen Fördergelder entschieden hat, hat für sich die Kosten abgewogen und beschlossen, was ausgebaut werden soll.

Das können alle Gebiete unter 30 Mbit/s sein, oder auch nur Bereiche unter 16 oder 6 Mbit/s. Der Ausbau findet in den Kommunen Samtgemeinde Tarmstedt, Selsingen, Fintel und Zeven, den Gemeinden Scheeßel, Bötersen, Sottrum, Bothel, Brockel, Hemsbünde, Hemslingen, Kirchwalsede, Westerwalsede und der Stadt Rotenburg statt.